Hagenwil
Amriswiler Stadtrat unterstützt das Wasserschloss

Das Wasserschloss Hagenwil musste umfassend restauriert werden. Die Stadt Amriswil beteiligt sich mit rund 137'000 Franken an den von der kantonalen Denkmalpflege anerkannten Kosten der letzten Restaurierungsetappe.

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Auch im Winter und tief verschneit sieht das Wasserschloss Hagenwil märchenhaft aus.

Auch im Winter und tief verschneit sieht das Wasserschloss Hagenwil märchenhaft aus.

Bild: Manuel Nagel (Hagenwil, 15.Januar 2021)

(red) Das Schloss Hagenwil ist das einzige noch erhaltene Wasserschloss der Ostschweiz. Damit sein kultureller Wert auch für künftige Generationen gesichert werden kann, musste die historisch wertvolle Substanz des Schlosses mittels umfassender Restaurierung erhalten werden. Diese wurde nicht nur von der Besitzerfamilie Angehrn getragen, sondern auch von der Öffentlichkeit, welche bereits seit Jahrzehnten Zugang zum Schloss hat.

Nachdem der Rittersaal und das «Grossmutterstübli» renoviert wurden, stand schliesslich noch die Sanierung und Restaurierung des Schlosshofes mit Wehrgang und die Sanierung und Erweiterung des Restaurants an. Auf das Beitragsgesuch der Bauherrschaft sicherte der Stadtrat Amriswil Ende September 2019 einen Beitrag von 20 Prozent an die von der kantonalen Denkmalpflege anerkannten Kosten von 1'520'000 Franken zu.

Mit Stadtratsbeschluss vom Oktober 2019 wurden 65'950 Franken für die erste Etappe ausgerichtet. Mit Stadtratsbeschluss vom Juli 2020 wurden weitere 221'634 Franken für die zweite Bauetappe bezahlt. Der Gesuchsteller reichte vergangenen Oktober die Schlussabrechnung für die Gesamtrestaurierung in der Höhe von 3'400'000 Franken ein. Gemäss Verfügung der kantonalen Denkmalpflege werden zusätzlich 83'279 Franken als anrechenbare Kosten anerkannt.

Die Stadt Amriswil bezahlt insgesamt 137'000 Franken

Nachdem die Schlussrechnung vorliegt, hatte der Stadtrat über die definitive Höhe des restlichen Gemeindebeitrags zu entscheiden. Während den Restaurierungsarbeiten sind Mehrkosten von rund 676'394 Franken entstanden. Die Bauherrschaft ersuchte deshalb um einen zusätzlichen Beitrag an diese Mehrkosten. Gemäss Verfügung werden 601'753 Franken als anrechenbare Kosten anerkannt.

An seiner Sitzung am vergangenen Dienstag hat der Amriswiler Stadtrat entschieden, sowohl von den vom Amt für Denkmalpflege anerkannten beitragsberechtigten Kosten aus der Schlussabrechnung sowie von jenen aus der Mehrkostenabrechnung jeweils 20 Prozent als Gemeindebeitrag zu übernehmen. Insgesamt bezahlt Amriswil damit 137'000 Franken an die kürzlich erfolgte Restaurierung.