Beziehungsdelikt in Amriswil: Polizei verhaftet mutmasslichen Täter nach mehrstündigem Grosseinsatz

Wegen eines Beziehungsdelikts hat die Kantonspolizei Thurgau in Amriswil mehrere Stunden lang mit einem Grossaufgebot ein Haus umstellt. Ein Mann soll seine Partnerin mit einer Waffe bedroht haben. Die Frau konnte die Wohnung leicht verletzt verlassen. Der mutmassliche Täter verschanzte sich in der Wohnung, inzwischen konnte er verhaftet werden.

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(Bild: Manuel Nagel)
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(red.) Mediensprecher Andy Theler sagte am frühen Mittwochmorgen: «Um etwa 4.30 Uhr meldete sich eine Frau bei der Kantonspolizei Thurgau. Sie sei Opfer von häuslicher Gewalt geworden. Ihr Lebenspartner habe sie mit einer Pistole bedroht.» Die Frau habe das Wohnhaus verlassen können und befinde sich in Sicherheit.

Der mutmassliche Täter, ein 34-jähriger Schweizer, verliess laut Theler das Haus nach dem Vorfall ebenfalls, kehrte jedoch später zurück. «Der Polizei fiel in der Nähe ein unverschlossenes Auto auf. Das Fahrzeug liess darauf schliessen, dass der Mann nicht weit sein konnte», sagt Theler. Später stellte sich heraus, dass sich der Mann wieder in der Wohnung befand.

In der Folge umstellten Polizisten in Vollmontur das Wohnhaus am Hirschenweg, und das Gebiet wurde grossräumig abgesperrt. Die Verhandlungsgruppe der Polizei versuchte, mit dem verschanzten Mann Kontakt aufzunehmen und ihn dazu zu bewegen, sich zu ergeben. Um kurz nach 8.30 Uhr konnte der mutmassliche Täter festgenommen werden. Der Mann liess sich von den Einsatzkräften widerstandslos verhaften. Bei der tätlichen Auseinandersetzung zogen sich der Mann und seine Lebenspartnerin leichte Verletzungen zu.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hat eine Strafuntersuchung eröffnet.