Gutachten für die HRS-Wohntürme in Arbon: Kurt Sonderegger von der IG Metropol stellt sich hinter den Stadtrat

Der Architekt begrüsst das Vorgehen der Behörde. «Sonst redet man nur um den heissen Brei herum.» 

Markus Schoch
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Visualisierung des Gastrobetriebes im Parterre des «Riva».

Visualisierung des Gastrobetriebes im Parterre des «Riva».

(Bild: PD)

Kurt Sonderegger ist froh, dass der neue Stadtrat prüfen lässt, ob sich die beiden geplanten Wohntürme der HRS direkt am See mit dem Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) unter einen Hut bringen lassen. Als Mitglied der Ortsbildkommission habe er wiederholt gefordert, dass diese Frage beantwortet werden müsse. Beim alten Stadtrat habe er aber kein Gehör gefunden. Und das obwohl das ISOS für Behörden verbindlich sei.

«Es wäre die Pflicht des Stadtrates gewesen, die entsprechenden Abklärungen zu treffen.»

Sonderegger ist Architekt und engagiert sich in der IG Metropol. Diese wehrte sich zuerst erfolglos gegen den Abbruch des gleichnamigen Hotels direkt am See und möchte jetzt zumindest den Bau der über 40 Meter hohen Zwillingstürme am gleichen Ort verhindern.

Sonderegger setzt grosse Hoffnungen in Expertise

Das Gutachten, das der Stadtrat in Auftrag geben wolle, sei zentral für die Beurteilung des Projektes. «Sonst redet man immer nur um den heissen Brei herum.» Sonderegger geht davon aus, dass die Expertise den Plänen der HRS einen Riegel schiebt. Denn das Gebiet vom «Metropol»-Parkplatz bis zur Badi liege in der sogenannten Umgebungszone Ia. Heisst: «Es ist ein unerlässlicher Teil des Ortsbildes, Altbauten bewahren, kein Baugebiet.»

Kurt Sonderegger.

Kurt Sonderegger.

(Bild: Nana Do Carmo)

Diese Bestimmung beziehungsweise das ISOS sei erlassen worden, als das «Metropol» mit Baujahr 1964 schon gestanden habe. Das Hotel sei darin als störendes Element taxiert. Dass jetzt zwei Hochhäuser als zulässig betrachtet werden könnten, sei unwahrscheinlich.

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