Güttingen
Richtplan geht in die Vernehmlassung

Die Gemeinde Güttingen hat ihren Richtplan revidiert und die Bevölkerung über die Anpassungen und den Gestaltungsplan Bruag informiert.

Barbara Hettich
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Bruag-Chef Markus Brühwiler (rechts) im Gespräch mit einem Veranstaltungsteilnehmer.

Bruag-Chef Markus Brühwiler (rechts) im Gespräch mit einem Veranstaltungsteilnehmer.

Bild: Barbara Hettich

Die Gemeinden sind in der Pflicht, ihre Planungsinstrumente den Gesetzesänderungen von Bund und Kanton anzupassen. Die Ortsplanung umfasst Richtplan und Rahmennutzungsplan, sprich Baureglement und Zonenplan. Der revidierte Richtplan von Güttingen liegt nun vor und an der Informationsveranstaltung am Mittwochabend sind Interessierte über Anpassungen und Änderungen orientiert worden.

2017 hat die Bevölkerung dem Gegenvorschlag der Kulturlandinitiative und somit der Einfrierung der Baugebiete bis 2040 zugestimmt. Im revidierten Richtplan von Güttingen standen deshalb die Innenentwicklungsgebiete im Fokus. Ein Strategieplan wurde entwickelt, der neu die Wohn- und Mischgebiete in fünf Kategorien einteilt: Erhalten, Erneuern, Weiterentwickeln, Umstrukturieren und Neuentwickeln.

Auch Zonenplan und Baureglement wurden punktuell den neuen Vorschriften angepasst: Gebäudehöhen in der Wohn- und Arbeitszone WA2, Präzisierungen bei Abstandsvorschriften und eine neue Zonenart «Spezialzone Versuchsbetrieb».

«Die Pläne und die dazu gehörenden Erläuterungen liegen zur Einsichtnahme auf und werden in den nächsten Tagen auch auf der Website der Gemeinde aufgeschaltet.»
Urs Rutishauser, Gemeindepräsident Güttingen.

Urs Rutishauser, Gemeindepräsident Güttingen.

Bild: Ralph Ribi

Das sagt Gemeindepräsident Urs Rutishauser. Zudem könne jeder sich schriftlich dazu äussern, der Gemeinderat werde diese Eingaben schriftlich beantworten, eine Weiterzugsmöglichkeit gibt es nicht. Der Richtplan ist behördenverbindlich und wird vom kantonalen Departement für Bau und Umwelt genehmigt. Über die Anpassungen in Zonenplan und Baureglement werden die Stimmberechtigten voraussichtlich im Mai 2022 an der Urne abstimmen.

Die Bruag will wachsen

Die Firma Bruag produziert an der Bahnhofstrasse in Güttingen Baunebenprodukte. Gerne würde sie ihre Produktion erweitern, doch dies sei nicht ideal mitten in einem Dorf, sagt Geschäftsführer Markus Brühwiler. An der Informationsveranstaltung wurde nun der Gestaltungsplan Bruag vorgestellt.

Geplant ist eine Überbauung mit sechs Mehrfamilienhäusern auf dem Bruag-Areal. Als Grundlage für den Gestaltungsplan diente das Siegerprojekt aus einem Architektur-Studienauftrag. Im Gestaltungsplan sind Grösse, Position und Höhe der Gebäude definiert, zudem die Öffnung des Otmarbachs und ein öffentlicher Fussweg entlang der Geuse.

Die Visualisierung zeigt die geplante Überbauung mit sechs Mehrfamilienhäusern auf dem Bruag-Areal in Güttingen.

Die Visualisierung zeigt die geplante Überbauung mit sechs Mehrfamilienhäusern auf dem Bruag-Areal in Güttingen.

Bild: PD

Zur Revision des Richtplans gab es keine Fragen aus dem Publikum. Lediglich eine an Markus Brühwiler: «Wann wird gebaut?» Dies könne er nicht konkret beantworten, sagte der Bruag-Chef. Die Finanzierung stehe, aber erst müsse er für seine Firma einen anderen, geeigneten Standort finden.

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