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Grossratspräsident Kurt Baumann stimmt in Roggwil ein Loblied auf die Solidarität an

Wie wichtig sie ist, hat der Gemeindepräsident von Sirnach in den Sommerferien im Bergell erfahren. An der Bundesfeier im Schlosshof Mammertshofen am Mittwochabend appelliert er an die Besucher, die Augen vor der Not der anderen nicht zu verschliessen.
Max Eichenberger
Das Schloss Mammertshofen gab die Kulisse für die Bundesfeier in Roggwil ab. (Bild: Max Eichenberger)

Das Schloss Mammertshofen gab die Kulisse für die Bundesfeier in Roggwil ab. (Bild: Max Eichenberger)

Gemeindepräsident Gallus Hasler hat nicht mit einem derartigen Aufmarsch gerechnet. Die Turnerinnen um Andrea Mäder stellen zusätzliche Reservebänke auf, pusten weiss-rote Luftschlangen auf die Tische. Flink agieren sie auch im Service, während Dirigentin Brigitte Halter zackig den Taktstock hebt und die Musikgesellschaft in ausgedünnter Sommerbesetzung einen Marsch intoniert.

Zuvor haben die hellen Glocken über dem Dachstock die Bundesfeier eingeläutet – an einem Ort, der nur unwesentlich jünger ist als der Rütlischwur. «Ein schöner Flecken Thurgau», zeigt sich Kurt Baumann beeindruckt. Der Thurgauer Grossrats- und Sirnacher Gemeindepräsident ist aus der anderen Ecke des Kantons angereist, «um eine Tradition, die wir lieben, zu leben, in einem gemütlichen Rahmen als Familienfest, ohne Pomp». Die Feierlichkeit des Anlasses unterstreicht seine Begleitung: Grossratsweibelin Verena Schneiter in ihrem Ornat in den Farben des Kantons.

Swissness ist ein gefragtes Label

«Respekt und Solidarität sind die Tugenden, die unser Land stark gemacht haben», sagt Baumann. Swissness sei ein gefragtes Label. Was Solidarität ganz konkret bedeutet, hat er in seinen Sommerferien im Gespräch mit der Bergeller Gemeindepräsidentin Anna Giacometti erfahren. Beeindruckt habe ihn, wie das Tal mit seinen 1530 Seelen die Folgen des Bergsturzes von Bondo bewältigt habe – weil viele zusammen gestanden seien.

Zweitwohnungsbesitzer hätten ihre Schlüssel auf der Gemeinde abgegeben. Zivilschutzleistende auch aus dem Thurgau hätten geholfen. Über das Ereignis hinaus sei wichtig, dass die Solidarität unter den Landesteilen über den Service Public und den Finanzausgleich spiele – und ebenso die schwachen Glieder der Gesellschaft einbezieht. «Jeder kann Solidarität im Alltag leben», sagte Baumann.

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