Grosses Interesse in Weinfelden an den Behördenmandaten der Schulgemeinde

Am 19. Mai finden die Ersatzwahlen in die Primarschulbehörde statt. Nach den Rücktritten von Eva Dal Dosso und Daniel Engeli sind zwei Mandate vakant. Drei Frauen und ein Mann kandidieren für die Ämter.

Mario Testa
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Die Weinfelder Primarschulbehörde mit Präsident Thomas Wieland bei der Versammlung vom 23. Januar im Rathaussaal. (Bild: Mario Testa)

Die Weinfelder Primarschulbehörde mit Präsident Thomas Wieland bei der Versammlung vom 23. Januar im Rathaussaal. (Bild: Mario Testa) 

Daniel Engeli verlässt die Primarschulbehörde, weil er in den Stadtrat gewählt wurde. Eva Dal Dosso zieht nach Kreuzlingen und muss ihr Amt nach neun Jahren abgeben. Um die Nachfolge des SVP-Mannes und der CVP-Frau in der neunköpfigen Behörde zur Legislaturhalbzeit kandidieren drei Frauen und ein Mann.

Cornelia Hauser, GP. (Bild: PD)

Cornelia Hauser, GP. (Bild: PD)

Cornelia Hauser (GP) bringt viel Erfahrung aus dem Schulalltag mit. Sie hat als Primar- und Werklehrerin gearbeitet und ist noch in einem Teilpensum als Lehrerin für Textilarbeit im Heilpädagogischen Zentrum Ekkharthof in Lengwil beschäftigt. Hauptberuflich führt sie ihre Homöopathie-Praxis in Weinfelden. «Als alleinerziehende Mutter einer mittlerweile erwachsenen Tochter habe ich im Schulwesen auch die Seite der Eltern gut kennen gelernt», sagt die 52-Jährige. «Als iScout kenne ich mich zudem gut aus beim Einsatz digitaler Medien im Unterricht.»

Barbara Kasper-Gencoglu, CVP (Bild: PD)

Barbara Kasper-Gencoglu, CVP (Bild: PD)

Barbara Kasper-Gencoglu soll den Sitz der CVP in der Schulbehörde verteidigen, sie will aber vor allem etwas zurückgeben. «Ich habe immer profitiert, nun möchte ich mich engagieren für die Gemeinde, in der ich gross geworden bin. Ich habe auch zwei Söhne in der Primarschule. Das gibt mir einen besseren Einblick, ist aber nicht meine Hauptmotivation für die Kandidatur», sagt die 34-jährige ausgebildete Kleinkinderzieherin, die mittlerweile im Büro der Schreinerei ihrer Familie arbeitet.

Doppelmandat soll Vorteile bringen

Matthias Riggenbach, GLP. (Bild:PD)

Matthias Riggenbach, GLP. (Bild:PD)

Matthias Riggenbach hat erst kürzlich für die GLP die Wahl ins Weinfelder Stadtparlament geschafft. Trotzdem hält er an seiner Kandidatur für die Schulbehörde fest. «Ich denke, bei einer allfälligen Wahl hätte es mehrere positive Effekte. So wie Daniel Engeli könnte auch ich eine Vermittlerrolle einnehmen zwischen den zwei Gremien», sagt der 37-jährige Projekt- und Teamleiter in der Metallbauindustrie. Als seine wichtigste Motivation für die Kandidatur gibt er seine zweijährige Tochter an. «Ich möchte mich dafür einsetzen, dass sie in einer qualitativ hochstehenden Schule in den Unterricht darf.»

Cathrine Scheiwiller-Beerli, parteilos. (Bild: PD)

Cathrine Scheiwiller-Beerli, parteilos. (Bild: PD)

Die Vierte im Bunde der Kandidaten für die Schulbehörde ist Cathrine Scheiwiller-Beerli. «Ich bin in Weinfelden zur Schule gegangen, es ist meine Heimat. Gerne möchte ich etwas zurückgeben», sagt die 30-jährige medizinische Praxisassistentin und zweifache Mutter zu ihrer Motivation. Aufgewachsen in einem Lehrerhaushalt habe sie viel über den Schulbetrieb mitbekommen. «Das Thema interessiert mich sehr. Ich will gerne mithelfen, optimale Rahmenbedingungen für Schülerinnen, Schüler, Eltern und Schulleitung zu schaffen.»

Weinfelden: Der erste Stadtrat ist gewählt

Deutlich haben alle Gemeinderäte die Wiederwahl geschafft. Neu als Stadtrat tritt Daniel Engeli am 1. Juni sein Amt an. Max Vögeli ist der erste Stadtpräsident Weinfeldens.
Sabrina Bächi