Gratisfahrt in Weinfelden: Der Testbetrieb des Stadtbusses kommt gut an 

Am Samstag konnten die Weinfelder den Stadtbus auf allen drei Linien kennen lernen. Das Pro-Komitee will mit der Aktion, die sie am kommenden Samstag wiederholt, die Vorteile aufzeigen.

Monika Wick
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Am Bahnhof starten die drei Busse zu ihren Touren. Das Gratis-Testangebot wird rege benutzt. Kommt der Kredit am 9. Februar durch, wird jedoch mit grösseren Bussen gefahren.

Am Bahnhof starten die drei Busse zu ihren Touren. Das Gratis-Testangebot wird rege benutzt. Kommt der Kredit am 9. Februar durch, wird jedoch mit grösseren Bussen gefahren.

(Bild: Monika Wick)

«Etwas Besseres als den Stadtbus kann es nicht geben», findet Hugo Koch. «Er deckt das Stadtgebiet gut ab, was für Leute, die nicht mobilisiert sind, gut ist», fügt der Weinfelder hinzu. Und Hugo Koch weiss, wovon er spricht, er sitzt in einem der drei Busse, die am Samstag in Weinfelden kursierten.

Im Vorfeld der Abstimmung vom 9. Februar bot das Komitee «Pro Stadtbus» am Samstag der Bevölkerung die Möglichkeit, die Busse zu nutzen, um sich eine fundierte Meinung zu bilden. Im Bus sitzen auch Michael Mente und seine Nichte Sara. Ein konkretes Ziel haben die beiden nicht, sie möchten einfach den Stadtbus testen. Mente befürwortet die Einführung des Stadtbusses:

«Es gehört einfach zur Stadtentwicklung dazu, dass die Mobilität gefördert wird.»

Als positiven Nebeneffekt wertet er, dass man im Bus Leute trifft, die man kennt. Tatsächlich steigen zahlreiche Leute ein und aus, es wird freundlich gegrüsst und ein paar Worte gewechselt.

Testbetrieb mit provisorischen Bussen

Am Bahnhof warten bereits die Buslinien zwei und drei. Den geplanten 20-Minuten-Takt einzuhalten, erweist sich für die Linie eins als schwierig. Das Einsteigen in die älteren Busse bereitet vor allem älteren Personen Mühe. Die Chauffeure versichern: 

«Sollte das Projekt angenommen werden, kursieren neue, bequeme Busse. Diese hier sind nur provisorisch.»

Ruth Zurmühle kehrt mit ihrem Enkel Owen gerade von einer Tour zurück und attestiert dem Stadtbus grossen Nutzen. «Ich bin lediglich verwundert darüber, dass der Bus nicht direkt bei der Güttingersreuti anhält. Bei Sportveranstaltungen wäre das wünschenswert», sagt die Weinfelderin.

Die Fahrgäste geniessen die Gratisfahrt durch Weinfelden.

Die Fahrgäste geniessen die Gratisfahrt durch Weinfelden.

(Bild: Monika Wick)

Auch dem 10-jährigen Ottenberger Owen sagt das Angebot zu. «Wenn ich meine Mutter dazu überreden kann, könnte ich selbstständig mit Postauto und Stadtbus zum Sport fahren», erklärt er. Am kommenden Samstag, 18.Januar, von 8 bis 18 Uhr, kursieren die Stadtbusse noch einmal zu Demonstrationszwecken durch die Weinfelder Quartiere.

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