Gottlieben investiert 12'000 Franken in eine neue Gemeindehomepage

An der Gemeindeversammlung genehmigen die Gottlieber Stimmberechtigten die Ortsplanungsrevision mit grossem Mehr

Kurt Peter
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Das Gottlieber Gemeindehaus.

Das Gottlieber Gemeindehaus.

Donato Caspari

Vor 37 Stimmberechtigten erläuterte Gemeinderat Roland Hugentobler an der Gemeindeversammlung das Budget 2020. Dieses sieht einen Verlust von 70'680 vor. «Das Resultat ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen», erklärte Hugentobler. So rechne der Gemeinderat mit weniger Einnahmen bei den Steuerbezügen aufgrund der Steuerreform.

Für die Bundesfeier gebe die Gemeinde gegenüber dem Budget 2019 1500 Franken mehr aus. Dies habe mit dem Angebot der Kinderbetreuung zu tun. Hugentobler sagte:

Roland Hugentobler, Gemeinderat.

Roland Hugentobler, Gemeinderat.

PD
«12'000 Franken investieren wir in die neue Gemeindehomepage, die wir im Frühling/Sommer präsentieren können.»

Deutlich steigen würden die Ausgaben für die Beiträge an Alters-, Kranken- und Pflegeheime. Da Gottlieben zu den finanzstarken Gemeinden des Kantons gehöre, «ist wieder ein höherer Betrag, nämlich fast 100'000 Franken an den Finanzausgleich eingesetzt».

Das Budget 2020 rechnet mit niedrigeren Steuereinnahmen sowohl bei den natürlichen wie auch den juristischen Personen. Dem Budget mit gleichbleibenden Steuerfuss von 50 Prozent stimmte die Gemeindeversammlung einstimmig zu. Der von Roland Hugentobler präsentierte Finanzplan 2019 bis 2023 sieht jährliche Verluste von rund 70'000 Franken vor, «das können wir jedoch mit dem gleichbleibenden Steuerfuss bewältigen».

Die Ortsplanung gefällt nicht allen

Die Revision der Ortsplanung wurde von Gemeindepräsident Paul Keller erläutert. Auslöser sei die übergeordnete Gesetzgebung gewesen. Grossen Einfluss hätten Natur- und Heimatschutzgesetz sowie das neue Planungs- und Baugesetz des Kantons. Zu Beginn seien zwei Workshops durchgeführt worden. «Im Mai 2017 wurde der Projektauftrag erteilt und ein Entwurf zur Vorprüfung beim Kanton eingereicht.» Paul Keller sagte:

Paul Keller, Gemeindepräsident.

Paul Keller, Gemeindepräsident.

Andrea Stalder
«Wir haben den Ausgleich zwischen öffentlichen und privaten Interessen geschafft, doch alle Wünsche konnten nicht erfüllt werden.»

Anders als in grösseren Gemeinden seien in Gottlieben keine grossen Änderungen nötig gewesen, Entwicklungen seien zugelassen. Die Gemeindeversammlung hiess die Ortsplanungsrevision mit 31 Ja- gegen 3 Nein-Stimmen gut. Hans Wittich erklärte im Namen der Bürgergemeinde, dass «wir mit dem Zonenplan nicht glücklich sind und deshalb Einsprache gemacht haben». Die Bürgergemeinde habe auf Lockerungen in der Zone Landschaftsschutz gehofft.

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