Glückliche Ehe zu viert

Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri feierte Jubiläum im Pentorama.

Manuel Nagel
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Schulpräsident Christoph Kohler bedankt sich bei seinem Vorgänger Markus Mendelin (r.) für dessen Leistungen. Bild: Manuel Nagel

Schulpräsident Christoph Kohler bedankt sich bei seinem Vorgänger Markus Mendelin (r.) für dessen Leistungen. Bild: Manuel Nagel

Das mit den Geburtstagsreden ist immer so eine Sache. Vor allem dann, wenn es gleich mehrere sind und sie insgesamt über eine Stunde dauern – wo doch alle auf den Kuchen und die Geschenke warten. Kuchen gab’s zwar keinen, dafür einen leckeren Apéro und das einzige Geschenk, das am Montagabend verteilt wurde, erhielt nicht das Geburtstagskind.

Die Gästeschar war jedenfalls illuster und die Gratulanten von Rang und Namen, die dem Geburtstagskind ihre Aufwartung machten. Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri feierte im Pentorama ihr zehnjähriges Bestehen und rund 300 Personen sind der Einladung zum Fest gefolgt.

Unter ihnen Regierungsrätin Monika Knill – als Erziehungsministerin des Thurgaus der ranghöchste Gast. Die Magistratin überbrachte die Glückwünsche des Regierungsrates und tat dies auf amüsante Art. Knill sprach nicht von einer Geburtstagsfeier, sie zeichnete das Bild einer Vermählung, sprach von einer «Rosenhochzeit».

Aus den einst drei Primarschulgemeinden, die dem neuen Konstrukt auch den Namen gaben, sowie der Sekundarschulgemeinde Amriswil, entstand 2009 die VSG. «Schulfusionen fallen bekanntlich nicht in die Kategorie von ‹Liebe auf den ersten Blick› und schon gar nicht ‹Schulgemeinde, ledig, sucht›», sagte Monika Knill und hatte die Lacher auf ihrer Seite. Vielmehr sei es oft eine Zweckheirat und in seltenen Fällen eine Zwangsehe – nicht jedoch hier in Amriswil.

«Was die VSG in diesen zehn Jahren geleistet hat, ist vorbildlich», sprach Knill und lobte auch die lokale Bildungslandschaft, deren Urvater der erste VSG-Präsident Markus Mendelin sei. Dieser erklärte den Anwesenden nochmals die Vision und das Konzept mit der Maxime: «Kein Kind wird fallen gelassen, alle Schulabgänger finden eine Lehrstelle oder es gibt für sie eine Anschlusslösung».

Die VSG habe Markus Mendelin unbestritten viel zu verdanken, sagte Schulpräsident Christoph Kohler und überreichte seinem Vorgänger zum Dank eine Kunstinstallation aus drei Holz-Kreisen, welche die Amriswiler Bildungslandschaft symbolisieren sollten.