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Gibt es bald eine Windanlage in Weinfelden? Messungen sollen das zeigen

Seit Anfangs Februar steht eine 25 Meter hohe Messanlage auf dem Ottenberg beim Weiler Dattenhub. Die Genossenschaft will dank der Daten herausfinden, ob sich dort eine Windkraftanlage rentieren würde.
Mario Testa
Franz Portmann vor der Messstation oberhalb des Weilers Dattenhub. (Bild: Mario Testa)

Franz Portmann vor der Messstation oberhalb des Weilers Dattenhub. (Bild: Mario Testa)

Die Genossenschaft Solar Regio Weinfelden produziert derzeit auf vier Photovoltaikanlagen etwa 4,2 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht drei Prozent des in Weinfelder Haushalten und Geschäften verbrauchten Stroms.

Nun will die Gruppe in ein neues Gebiet der Erneuerbaren Energien einsteigen und prüft den Bau einer Windkraftanlage auf dem Ottenberg. «Solarstrom und Windkraft ergänzen sich wie Siamesische Zwillinge. Im Sommer und tagsüber hat es viel Sonne und weniger Wind, im Winter und Nachts ist es umgekehrt», sagt Franz Portmann, Präsident der Genossenschaft Solar Regio Weinfelden.

«Wir werden in Zukunft alle erneuerbaren Energien brauchen, um unseren Strombedarf ohne Kernkraft und Fossile Energien decken zu können.»

Ein 25 Meter hoher Messturm beim Weiler Dattenhub soll nun Aufschluss darüber geben, ob auf dem Kamm des Ottenbergs genug Wind weht, um eine kleine Windkraftanlage rentabel zu betreiben. «Wir messen nun ein halbes Jahr an dieser Stelle. Wir hoffen auf durchschnittlich mindestens vier Kilometer pro Stunde Wind im Jahr. Dann könnte man eine Anlage innert 20 Jahren amortisieren », sagt Portmann.

Bis zum ersten Windrad werden noch Jahre vergehen

Die halbjährige Windmessanlage in einem Getreidefeld kostet etwa 15000 Franken. Das Kantonale Amt für Energie übernimmt als Förderbeitrag 60 Prozent der Kosten.

Bis in der Dattenhub jedoch ein Windrad Strom produziert, werden sicher nochmals drei Jahre vergehen, schätzt Franz Portmann. «In erster Linie geht es uns nun um die Messdaten. Wenn diese positiv ausfallen, werden wir eine Baugenehmigung beantragen. Aber bis zum Start einer möglichen Stromproduktion dauert es dann sicher eine Weile», sagt der Genossenschafts-Präsident.

Landwirt unterstützt Windkraft-Idee

Bauer Werner Beerli stellt der Solar Regio Weinfelden sein Land für die Messungen zur Verfügung. «Ich unterstütze die Windkraft-Idee. Bin gespannt, was bei den Messungen raus kommt», sagt er. Ihn würde ein Windrad an der Stelle der Messstation nicht stören.

«Solange es nicht grad 200 Meter hoch ist, stört es mich nicht – und die geplante Anlage ist ja bei weitem nicht so hoch.»

Mit der möglichen, kleinen Anlage will die Solar Regio Weinfelden auch zeigen, dass es Alternativen zu grossen Windkraftanlagen gibt. «Kleinwindanlagen lassen sich viel besser ins Landschaftsbild einfügen. Dieses Windrad hier würde man von Weinfelden aus gar nicht sehen», sagt Portmann

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