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Gewinn statt Verlust in Kradolf-Schönenberg

Die Rechnung der Politischen Gemeinde Kradolf-Schönenberg schliesst wider Erwarten mit einem Gewinn ab. Höher als budgetiert waren die Kosten für Soziales, günstiger kam der Hochwasserschutz.
Georg Stelzner
Hochwasserschutz in Kradolf: Der Bitzibach hat im Vorjahr ein Auffangbecken erhalten. (Bild: Georg Stelzner)

Hochwasserschutz in Kradolf: Der Bitzibach hat im Vorjahr ein Auffangbecken erhalten. (Bild: Georg Stelzner)

«Damit war nicht zu rechnen», sagt Gemeindepräsident Heinz Keller zur Rechnung 2018, die schwarze statt rote Zahlen ausweist. Konkret: Statt des budgetierten Verlusts von 171'100 Franken resultierte ein Gewinn von 190'209 Franken.

Weniger Geld aus dem Finanzausgleich

Das erfreuliche Ergebnis ist nach den Worten des Gemeindepräsidenten auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Keller nennt den Mehrertrag gegenüber dem Vorjahr von rund 131'000 Franken bei den Gemeindesteuern, geringere Kosten in diversen Bereichen und die Verschiebung von Projekten. Eine Verzögerung gebe es zum Beispiel bei der Raumplanung.

Rückläufig ist laut Keller der Finanzausgleichsbeitrag. Vom Kanton habe man im Vorjahr 30'000 Franken weniger erhalten als 2017. «Im Grunde ist das jedoch ein gutes Zeichen», stellt Keller mit Blick auf die Finanzkennzahlen der Gemeinde fest.

Über dem kantonalen Durchschnitt

Über dem kantonalen Durchschnitt Sorgen bereitet dem Gemeinderat nach wie vor der Sozialhilfeaufwand. «Hier sind die Nettokosten im Jahr 2018 extrem angestiegen, nämlich von 550'000 auf 690'000 Franken», führt der Gemeindepräsident aus.

Damit liege die Gemeinde Kradolf-Schönenberg deutlich über dem kantonalen Durchschnitt. Zur Kostensteigerung hätten vor allem Kindesschutzmassnahmen beigetragen.

Schwer abschätzbares Risiko

Gegensätzlich präsentiert sich die Situation bei den kostenintensiven Massnahmen für den Hochwasserschutz. Statt 1,6 Mio. Franken wurde dafür nur eine Million ausgegeben.

«Wir haben uns aber nicht mit einer Minimallösung begnügt», betont Keller und begründet dies mit der Unmöglichkeit, das Risiko exakt abzuschätzen.

Dank Beiträgen der Gemeinde Sulgen (60'000 Franken), einer Miteigentümerin des Bitzibaches, und der «Mobiliar»-Versicherung (150'000 Franken) ist die Gemeindekasse spürbar entlastet worden. Positiv ausgewirkt hat sich auch der Umstand, dass eine Vorfinanzierung vorgenommen wurde.

Hohe Investitionen machen sich bemerkbar

Da gemäss Keller in allen Bereichen «wacker investiert» wurde, sieht sich die Gemeinde Kradolf-Schönenberg nun mit einem Anstieg der Nettoverschuldung (ohne Werkbetriebe) um rund 85'000 Franken konfrontiert.

Der Gemeindepräsident nimmt diese Entwicklung nicht auf die leichte Schulter. «In den nächsten zwei, drei Jahren müssen wir mit den Investitionen wieder runterfahren», sagt er. Ungeachtet dessen sei es wichtig, die Augen offen zu halten und der Infrastruktur Sorge zu tragen.

Verwendung des Ertragsüberschusses

Der Gemeinderat möchte 100'000 Franken des Gewinns als Vorfinanzierung für die Sanierung der Buhwilerstrasse (inklusive Trottoir und Ersatz der Brücke) verwenden.

Der verbleibende Überschuss soll dem Eigenkapital zugewiesen werden. Es würde sich dadurch auf 2,309 Mio. Franken erhöhen, was einer Reserve von 39,15 Steuerprozenten entspräche.

Die Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Kradolf-Schönenberg findet am Donnerstag, 23. Mai, 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle von Kradolf statt.

Wahlen: RPK und Wahlbüro

An der nächsten Gemeindeversammlung erhalten die Stimmbürger Gelegenheit, die vier Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission (RPK) und die neun Mitglieder des Wahlbüros für die Amtsperiode vom 1. Juni 2019 bis 31. Mai 2023 zu wählen. Für die RPK stellen sich Bruno Fehr, Bettina Schiess, Patrik Seiz und Tanja Seeholzer erneut zur Verfügung. Gewählt werden auch die Suppleanten für diese beiden Gremien. Als weiteres Sachgeschäft figuriert das Einbürgerungsgesuch von Semir Ferati (mazedonischer Staatsangehöriger) aus Schönenberg auf der Traktandenliste. (st)

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