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Weinfelder Sportgeschäft erleidet Genickbruch wegen des Onlinehandels

Philipp Portmann schliesst sein Sportgeschäft Gisin im kommenden Sommer. Es sei ein wirtschaftlicher Entscheid, betont der Geschäftsinhaber.
Sabrina Bächi
Philipp Portmann, Geschäftsinhaber Gisin-Sport AG, muss seinen Sportartikelladen in der Weinfelder Innenstadt schliessen. (Bild: Mario Testa)

Philipp Portmann, Geschäftsinhaber Gisin-Sport AG, muss seinen Sportartikelladen in der Weinfelder Innenstadt schliessen. (Bild: Mario Testa)

«Die nächsten zwei Wochen werden schwer», sagt Philipp Portmann. Er wird seinen Kunden Red und Antwort stehen, weshalb er und seine Frau Patricia das Sportfachgeschäft in der Bernerhauspassage schliessen. Seit 1972 betrieb dort die Familie Gisin das in der Region bekannte Sportgeschäft. «Es ist ein unternehmerischer Entscheid», sagt Portmann. Wirtschaftliche Faktoren führten zum Entscheid, den langjährigen Mietvertrag, welcher Ende Juni ausläuft, nicht zu verlängern.

Der Winterausverkauf hat bereits begonnen

«Gerade unsere Branche ist massiv vom Online-Handel betroffen.» Es sei die junge Generation, die hauptsächlich Sport betreibe und diese sei digital aufgewachsen, bestelle sich das Zubehör im Internet. «Das stelle ich fest ohne Groll, es ist einfach eine Tatsache», sagt Portmann. Zudem hätten auch der Einkaufstourismus zu schlechteren Umsätzen geführt. Bereits jetzt hat der Winterausverkauf angefangen, damit das Geschäft möglichst viele Wintersportartikel noch verkaufen kann.

Von der Schliessung betroffen sind insgesamt vier Vollzeit-Angestellte, zwei davon sind Philipp und Patricia Portmann-Gisin. Hinzu kommen zwei Lernende. «Ein Lehrling schliesst im Sommer die Lehre ab, den anderen konnten wir umplatzieren.» Wie es für das Ehepaar danach weitergehen soll, steht noch nicht fest.

Eines ist für Philipp Portmann jedoch klar: «Ich kandidiere wieder für das Parlament und werde mich weiterhin für Weinfelden und die Zentrumsbelebung einsetzten.» Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. «Ich kann es nicht genug deutlich sagen: Es hat nichts mit den Kunden oder dem Standort zu tun. Langfristig gesehen können wir mit so einem grossen Geschäft in unserer Branche einfach nicht überleben», sagt der Geschäftsinhaber.

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