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Gemeinschaftsgrab in Sommeri stösst nicht bei allen auf Anklang

An der Gemeindeversammlung für das Budget stellte die Gemeinde auch die Pläne für das Gemeinschaftsgrab vor. Eine Stimmbürgerin beklagte sich, dass die Angehörigen von der Beisetzung ausgeschlossen seien.
Manuel Nagel
Die Visualisierung zeigt, wie das Gemeinschaftsgrab in Sommeri aussehen soll. Bis Ostern 2019 soll es fertiggestellt sein. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt, wie das Gemeinschaftsgrab in Sommeri aussehen soll. Bis Ostern 2019 soll es fertiggestellt sein. (Bild: PD)

«Eigentlich wäre geplant gewesen, dass das Gemeinschaftsgrab bis Ende Jahr fertig ist», sagte Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner zu den Stimmbürgern. Ein Unfall von Cornel Hutter machte diesem Zeitplan jedoch einen Strich durch die Rechnung. Der Amriswiler Kunstgiesser, der den Projektwettbewerb für die Grabstätte gewonnen hatte, war mehrere Wochen nicht arbeitsfähig. Nun soll aber das Gemeinschaftsgrab bis Ostern fertiggestellt sein.

Doch nicht die Verzögerung gab zu reden an der Gemeindeversammlung. Eine Stimmbürgerin wollte wissen, wie denn die Bestattung ablaufe. Ob da die Asche einfach in ein Loch geschüttet werde.

«Wir haben uns für ein Gemeinschaftsgrab entschieden, in welches Urnen kommen und nicht nur die Asche.»

entgegnete Gemeindepräsidentin Priska Rechsteiner. Auf den beiden Grabfeldern links und rechts des halbrunden Weges (siehe Bild) habe es für circa 90 bis 100 Urnen Platz, fügte Rechsteiner hinzu.

Eine weitere Stimmbürgerin wollte es genauer wissen, wie eine solche Bestattung denn ablaufe. Priska Rechsteiner erklärte daraufhin, dass die Urnenbeisetzung anonym und ohne Angehörige stattfinde. «Nur der Friedhofsgärtner weiss, welche Urne auf welchem Urnenfeld sei und trage das auch in einen Plan ein.

«Angehörige bleiben auf der Strecke»

Das missfiel der Frau jedoch. «Die Angehörigen bleiben auf der Strecke, wenn sie nicht bei der Beisetzung dabei sein können», meinte sie. Ihr Argument wurde von einer anderen Stimmbürgerin gekontert, der Wunsch des Verstorbenen sei zu akzeptieren – wie das auch bei einer Patientenverfügung der Fall sei.

Auch Priska Rechsteiner betonte, dass diese Anonymität einem Bedürfnis entspreche, welches immer mehr gewünscht werde. Aber die Gemeinde biete ja auch noch das Urnengrab und die Urnenwand an. Bei diesen beiden Varianten der Beisetzung könnten Angehörige dabei sein. Doch das stiess bei der Votantin nicht auf Verständnis.

Rechsteiner bestätigte zudem die Frage, ob denn Grabruhe bei Erdbestattungsgräbern länger als 25 Jahre dauere. «Wir brauchen momentan den Platz nicht, deshalb lassen wir die Gräber», sagte sie. «Es würde sonst schäbig aussehen», sagte die Präsidentin.

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