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Gemeindepräsident kennt den schönsten Fleck in Weinfelden

Für die Sommerserie zeigt Gemeindepräsident Max Vögeli seinen Lieblingsplatz am Ottenberg. Statt Wurst vom Grill gibt es Sandwich und Mandelgipfel zum Zmittag an einem improvisierten Rastplatz.
Sabrina Bächi
Gemeindepräsident Max Vögeli zeigt seinen Lieblingsplatz hoch über Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Gemeindepräsident Max Vögeli zeigt seinen Lieblingsplatz hoch über Weinfelden. (Bild: Mario Testa)

Zügig schreitet er voran. Trotz Hitze und Hanglage geht er scheinbar mühelos der Strasse entlang. Er weiss, was ihn erwartet: eine tolle Aussicht und – bei den heissen Temperaturen Ende Juli nicht zu unterschätzen – Schatten. Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli kennt ob Weinfelden ein besonders schönes Fleckchen Erde, mit einem Bänkli und der besten Aussicht über sein Herrschaftsgebiet.

Nach kurzem Fussmarsch am Ziel angekommen, lässt die Hitze nur ein kurzes Verweilen zu. Deshalb hat Vögeli im nahe gelegenen Wald eine Festbank organisiert. Die Aussicht ist weniger luxuriös, dafür liegt der improvisierte Rastplatz unter dem kühlenden Blätterdach des Waldes. Nebst der Sitzgelegenheit hat Vögeli auch den Zmittag organisiert. Das Feuerverbot kommt ihm nicht in die Quere. Von Anfang an wollte er lieber ohne Feuer dinieren. «Grillieren ist nicht so mein Ding», sagt er. Sandwich, Apfelschorle und Mandelgipfel zum Dessert. Schlicht aber fein ist das Menu, welches der gebürtige Märstetter mitgebracht hat.

Ein Märstetter in Weinfelden

«Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen», erzählt Vögeli. Ihr Nachbar war Grundbuchverwalter in Märstetten. Jener sagte einst zu Vögeli: «Max, du wirst mal Grundbuchverwalter und Fussballer.» Fast wie eine Prophezeiung muten diese Worte an. «Grundbuchverwalter bin ich geworden», sagt Vögeli, «aber kein Fussballer – dafür Turner». Der Sport nimmt einen grossen Platz ein in seinem Leben. Selbst seine Frau lernte er an einem Turneranlass kennen. «Sie arbeitete in Berg und war Mitglied in der dortigen Damenriege. Kennen gelernt haben wir uns an der Basadinger Stafette.» Ein Turnerehepaar, die Vögelis.

Noch heute ist Vögeli Ehrenmitglied im Turnverein Märstetten. Lange Zeit war er Wertungsrichter in der Gymnastik und hat für seine Turnerkollegen selbst etliche Choreografien für Wettkämpfe einstudiert.

20000 Kilometer Arbeitsweg zurückgelegt

Die Wettkämpfe sind mittlerweile etwas in den Hintergrund geraten – geblieben ist sein Bewegungsdrang. Jeden Tag geht Vögeli zu Fuss in sein Büro. «Ich habe schon über 20000 Kilometer Arbeitsweg zurückgelegt», sagt er und lacht. 2001 wurde er zum Gemeindeammann von Weinfelden gewählt.

«Ich bin der letzte Gemeindeammann Weinfeldens, der erste Gemeindepräsident – und vielleicht auch der letzte. Mit etwas Glück bin ich dann der erste Stadtpräsident.» Das Spezielle an Max Vögelis beruflicher Laufbahn: Als Notar sowie als Gemeindepräsident muss er sich vom Volk wählen lassen. «Nächstes Jahr ist es insgesamt meine 23. Wahl.» Ein klassisches Vorstellungsgespräch hatte er deshalb schon lange keines mehr.

Dafür muss er tagtäglich überzeugen. Mit seinen Ansprachen «kurz und mit Humor sollten sie sein», und seiner unkomplizierten Art. «Ich habe im Büro immer Tag der offenen Tür, und wenn ich im Dorf unterwegs bin, fragt mich sicher irgendjemand: ‹du, wenn i di grad scho gseh ...›.» Deshalb geht er in den Ferien immer weg, um ein bisschen Ruhe zu haben. Dennoch findet er «Mein Job ist unglaublich toll.»

Fragen an die Grilltiger

Wurst, Fleisch oder Grillkäse? «Ich habe alles gerne – zur rechten Zeit»

Gas-, Holzgrill oder Briketts? «Gasgrill, weil es schnell geht und mehr Komfort bringt.»

Sind sie ein Grilltalent? «Grillieren ist nicht gerade mein Steckenpferd. Ich bin wirklich kein Füürler.»

Eine Lagerfeuergeschichte? «Früher sind wir mit der Familie oft zelten gegangen. Da kam auch immer Lagerfeuerstimmung auf, manchmal auch mit Feuer.» (sba)

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