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Gelungener Neustart der Bundesfeier in Arbon

Ein aus der Not gegründeter Verein hat sich dem drohenden Einschlummern einer Tradition entgegen gestemmt. Er hat die Bundesfeier neu belebt. Zum Glück für die Stadt.
Max Eichenberger
«Red Cube» geben beim Musikpavillon im Jakob-Züllig-Park ein Konzert. Die jüngsten Bundesfeier-Besucher sind ganz nahe dabei. (Bild: Max Eichenberger)

«Red Cube» geben beim Musikpavillon im Jakob-Züllig-Park ein Konzert. Die jüngsten Bundesfeier-Besucher sind ganz nahe dabei. (Bild: Max Eichenberger)

Ob sie überhaupt durchgeführt werden würde, stand lange auf der Kippe. Nicht, weil es an willigen Veranstaltern oder gar am Nationalstolz gefehlt hätte, sondern an der finanziellen Risikoabsicherung. Es wäre nicht so unglücklich und fast aus dem Ruder gelaufen, vor allem auch in der Kommunikation, würde die Stadt im Geld schwimmen. Das fast Undenkbare ist nicht passiert. Wie schon oft in der Geschichte der Stadt hat sich wieder einmal bestätigt: Wenn es eng wird, treten neue Kräfte auf den Plan und es kommt zum Schulterschluss. Das war – treffende Analogie - bei den alten Eidgenossen am Vierwaldstättersee auch so. Ein Verein «Bundesfeier Arbon», ad hoc gegründet von Roland Widmer, Cyrill Stadler, Reto Lütschg und Rico Baettig, verhalf dem Anlass zu einem peppigen Neustart.

Früher als sonst

Alexa Vogel singt die Nationalhymne. (Bild: Max Eichenberger)

Alexa Vogel singt die Nationalhymne. (Bild: Max Eichenberger)

In stimmungsvollem Rahmen im Jakob-Züllig-Park am Vorabend des Nationalfeiertages. Damit entging man einer Terminkollision mit dem Heizwerk-Festival-Auftakt (Züri West), hatte stattdessen als «Konkurrenz» die erste Vorstellung des Circus Royal.
Stimmgewaltig schmetterte Sopranistin Alexa Vogel vom Pavillon herab die Nationalhymne, nicht ohne zuvor die Besucher in Bauchgesang angeleitet und zum Mitsingen animiert zu haben.

Die Liebe wächst mit der Entfernung

Festrednerin Andrea Gerster warnt davor, aus Angst vor Fehlern nichts zu wagen. (Bild: Max Eichenberger)

Festrednerin Andrea Gerster warnt davor, aus Angst vor Fehlern nichts zu wagen. (Bild: Max Eichenberger)

Die Freidorfer Autorin Andrea Gerster bekannte, bei ihrem Aufenthalt in Berlin eine Erfahrung gemacht und ein Sprichwort bestätigt bekommen zu haben. Dass nämlich die Liebe mit der Entfernung wächst. Geschehen in der Multkulti-Weltstadt, als sie erstmals die Schweizer Nationalhymne auf Französisch gesungen gehört hat. Die Schriftstellerin machte unter den Parkbäumen ihren Zuhörern Mut zu vermeiden, aus Angst vor Fehlern nichts zu wagen. Wir alle seien widersprüchlich, unvollkommen und patzten. Wichtig sei, einander zuzuhören. Das taten die Festbesucher und spendeten am Schluss Beifall .

Konzert, Lampionumzug und Feuerwerk

Die Band «Red Cube» war für die musikalische Note verantwortlich. Die Kinder kamen beim Eindämmern am Lampionumzug auf ihre Kosten. Ein Feuerwerk über der Arboner Bucht - und somit in Dürrezeiten unbedenklich - entzückte schliesslich die Schaulustigen am Quai.

Für die Kinder gibt es einen Lampionumzug. (Bild: Max Eichenberger)

Für die Kinder gibt es einen Lampionumzug. (Bild: Max Eichenberger)

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