Die Kirche in Bürglen erstrahlt wieder gelb wie der Vatikan

Die Renovation der Katholischen Kirche ist abgeschlossen. 336000 Franken hat die Kirchgemeinde im vergangenen Halbjahr in die Isolation und die Fassade investiert.

Mario Testa
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Kirchgemeindepräsident Josef Schurtenberger und Architekt Guido Santschi vor der frisch renovierten Kirche. (Bild: Mario Testa)

Kirchgemeindepräsident Josef Schurtenberger und Architekt Guido Santschi vor der frisch renovierten Kirche. (Bild: Mario Testa)

Die Katholische Kirche St. Joseph in Bürglen strahlt wieder weiss unter dem grauen Herbsthimmel. Auffällig sind die nun auch wieder gelb leuchtenden Kanten der Fensterrahmen und unter den Dachkänneln. «Die Farben waren ausgebleicht und wohl eine Anlehnung ans Gelb der Flagge des Vatikans. Ganz exakt stimmt der Farbton jedoch nicht», sagt der Zuständige Architekt Guido Santschi.

Noch bis im Sommer zierten einige Risse und Flicke im Verputz die Kirche, die ganz aus Holz gebaut ist. «Diese Mängel hätten bei der Holzkonstruktion zu irreparablen Schäden führen können», sagt Josef Schurtenberger, Präsident der katholischen Kirchgemeinde Sulgen, zu der auch Bürglen gehört.

«Ich bin darum sehr froh, ist die Renovation innerhalb des gesetzten Zeit- und Kreditrahmens von 336000 Franken gelungen.»

Nebst der Fassade, musste sich Architekt Guido Santschi auch um die Fenster der Kirche kümmern. «In den Sommerferien wurden die alten Bleiverglasungen ertüchtigt. Zudem wurde die Wärmedämmung dank neuer Aussenfenster verbessert», sagt er. Im Herbst folgten die Aussenrenovation und die Umgestaltung des Eingangsbereichs.

Spuren aus dem Jahr 1991 sind noch immer sichtbar

Dank einer neuen Rampe, Geländern und einer neuen Beleuchtung ist der Zugang nun sicherer als zuvor. Vereinzelte Bodenplatten wichen bepflanzten Bereichen und vor allem wurde die Fassade erneuert. «Die Risse und Flicke in der Fassade stammen von den letzten Renovationen im Jahr 1991. Damals wurde der alte Eingangsbereich mit dem Vordach entfernt und durch einen Vorbau ersetzt, der nicht mehr über die ganze Kirchenbreite reicht», sagt Santschi.

Erkennbar sind die damaligen Wunden in der Holzkonstruktion auch nach der Sanierung noch. Dank des neuen Verputzes und Anstrichs, kann die Witterung der Holzkonstruktion der Wand jedoch nichts mehr anhaben. Im Zuge der Renovation wurden auch der Dachreiter – also das Kirchtürmlein – sowie die Dachgesimse instand gestellt.