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Geklaute Vignetten und Kothaufen: Ärger um Fahrende in Hefenhofen

Bruno Straub ärgert sich über das Verhalten von Fahrenden, die auf einer zum Quälhof von Ulrich Kesselring gehörenden Wiese in Hefenhofen campieren. Anzeige hat Straub jedoch keine eingereicht. Am Dienstag läuft die Bewilligung der Gemeinde aus.
Dario Brazerol / Rita Kohn
Unternehmer Bruno Straub ärgert sich über das Verhalten der Fahrenden. (Bild: Dario Brazerol)

Unternehmer Bruno Straub ärgert sich über das Verhalten der Fahrenden. (Bild: Dario Brazerol)

Bruno Straub ist sauer. Seit gut zwei Wochen bringen Fahrende auf dem Nachbargrundstück den 51-jährigen Hefenhofer Bürger in Rage. Er klagt unter anderem über Lärmbelästigungen durch Notstromaggregate, die die ganze Nacht laufen. «Das bringt mich und meine Familie um den Schlaf.» Eigentümer des Grundstücks ist der als Pferdequäler bezichtigte Ulrich Kesselring. Er hat von der Gemeinde eine Bewilligung erhalten, die Wiese für zwei Wochen an Fahrende zu vermieten. Mindestens fünfmal jährlich würden sich Fahrende hier aufhalten, sagt Straub, dem der Kragen endgültig geplatzt ist. Denn nicht nur Lärm macht ihm zu schaffen, er klagt auch über den Diebstahl von dreizehn Vignetten, die von seinen Anhängern verschwanden, sowie über Kothaufen auf seinem Grundstück.

Unternehmer zieht Wegzug in Betracht

Längst hat sich der Hefenhofer Unternehmer an die Gemeinde und die Polizei gewandt. Passiert sei jedoch nichts, sagt er. Weil weder der Diebstahl noch die Verunreinigung den Fahrenden nachgewiesen werden können, seien der Polizei die Hände gebunden. Für die Fahrenden zuständig ist grundsätzlich die Gemeinde. Mediensprecher Andy Theler von der Kantonspolizei Thurgau erklärt, dass die Polizei tätig werde, sobald eine konkrete Anzeige vorliege oder die Sicherheit von Personen gefährdet sei. Von Bruno Straub liege jedoch keine Anzeige vor.

Gemeindepräsident Andreas Diethelm hat sich bereits ein Bild von der Situation gemacht. Er wolle jedoch keine Stellung dazu nehmen, sagt er auf Anfrage am Sonntag. Die Bewilligung laufe noch bis zum Dienstag, 19. Juni. Dann müssen die Fahrenden Hefenhofen verlassen. «Wenn ich denke, dass dies die zweite Gruppe dieses Jahr war, kommen wir noch mindestens dreimal ‹in den Genuss›», klagt Bruno Straub. Er habe den Eindruck, dass die Gemeinde nichts unternehmen wolle. «Die Gemeinde will ja anscheinend, dass sie kommen. Sie bekommen ja die Bewilligung durch die Gemeinde.» Sollte es erneut zu einer solch unerfreulichen Situation kommen, so zieht der Unternehmer auch einen Wegzug in Betracht.

Über Einnahmen von Mieten spricht niemand

Soweit soll es aber möglichst nicht kommen. Gemeindepräsident Andreas Diethelm kündigt an, dass man die Situation besprechen wolle und darüber nachdenke, ob Kesselring auch künftig Bewilligungen zur Vermietung an Fahrende erteilt werden können. Man habe Verständnis für den Unmut von Straub, doch sei eine direkte und sofort wirksame Unterstützung vielfach schwierig, da eine konkrete Handlungsgrundlage fehle. Mit den Medien reden will Grundstückeigentümer Kesselring nicht. Nachbar Straub soll zwar versichert haben, dass Kesselring nicht das Problem sei, doch sieht sich dieser angegriffen.

Die Vermietung des Grundstücks an Fahrende sei für den Besitzer lukrativ, sagt Straub. «Ich habe mir sagen lassen, dass pro Wohnwagen eine Miete von 200 Franken pro Woche fällig ist», sagt er. Wenn man bedenke, dass bis zu 60 Wohnwagen da stünden, komme eine rechte Summe zusammen. Er möge dem Bauern die Einkünfte gönnen. Darum gehe es nicht.

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