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Gegner vor Bundesgericht abgeblitzt: Sunrise kann umstrittene Mobilfunkantenne in Romanshorn bauen

Das Bundesgericht setzt einem langen Rechtsstreit um die geplante Anlage auf dem Hochhaus der Baugenossenschaft Eigenheim ein Ende.
Markus Schoch
Hochhaus der Baugenossenschaft Eigenheim an der Scheffelstrasse. (Bild: Reto Martin)

Hochhaus der Baugenossenschaft Eigenheim an der Scheffelstrasse. (Bild: Reto Martin)

Die Gegner leisteten fast vier Jahre lang erbitterten Widerstand durch alle Instanzen und liessen sich durch nichts entmutigen. Es hat aber alles nichts genützt. Sunrise darf eine neue, viel leisstungsstärkere Sendeanlage auf dem Hochhaus der Baugenossenschaft Eigenheim an der Scheffelstrasse 3 in Romanshorn bauen. Das Bundesgericht hat die Beschwerden der Kritiker vor kurzem abgewiesen, sofern sie überhaupt darauf eingetreten ist.

Es konnte weder erkennen, dass die Öffentlichkeit von der Sunrise beziehungsweise der Stadt bewusst in die Irre geführt worden war bei der Publikation des Baugesuches im Januar 2016. Noch teilen die Richter in die Lausanne die Bedenken der Kritiker in Bezug auf die gesundheitlichen Risiken, die von der geplanten Anlage ausgehen soll. Es gebe auch keinen Grund zur Annahme, dass das System zur Überwachung von Mobilfunkanlagen generell versagt habe - auch wenn die Qualitätssicherung offenbar nicht überall gleich gut funktioniere.

Baugenossenschaft steht hinter dem Projekt

Gegen das Projekt hatten seinerzeit über 500 Personen Einsprache erhoben. 132 von ihnen fochten die Baubewilligung der Stadt beim Departement für Bau und Umwelt an. Und es sorgte für grosse Diskussionen bei der Baugenossenschaft Eigenheim, die als Besitzerin des Hochhauses unter Druck kam, den Vertrag mit der Sunrise aufzulösen. Der Vorstand setze finanzielle Interessen über diejenigen der Mieter und Anwohner auf Unversehrtheit, warfen ihm die Gegner der neuen Antenne in einem Leserbrief vor. Eine grosse Mehrzahl der Genossenschafter konnte der Kritik nicht viel abgewinnen: Sie sprachen sich an einer ausserordentlichen Versammlung im Juni 2016 mit Dreivierteln aller Stimmen dafür aus, an der Vereinbarung mit dem Telekommunikationsunternehmen festzuhalten.

Die Gegner befürchteten, dass die Bewohner des Hochhauses beziehungsweise die Menschen in den umliegenden Häusern durch den Wechsel der Antenne einer viel stärkeren Strahlenbelastung ausgesetzt seien. Die Rede war von einer 22 Mal höheren Sendeleistung. Davon besonders betroffen seien die Kinder im Doppelkindergarten Sonnenwinkel, im Pestalozzi- und Unterschulhaus sowie im Chinderhuus Sunnehof. Weder die Primarschulgemeinde noch der Vorstand des Kinderhauses legten aber Einsprache ein. Die Berechnungen würden zeigen, dass die Grenzwerte eingehalten würden, begründete Primarschulpräsident Hanspeter Heeb damals den Entscheid.

Nach dem Streit ist vor dem nächsten Streit. Gegen eine G5-Antenne der Swisscom in der Badi haben wieder Hunderte protestiert.

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