Gastronomie
«Ich will mit meinen eigenen Lösungen möglichst lang selbstständig und unabhängig bleiben» – «Wartegg»-Wirt hat Erfolg mit Take-away-Angeboten

Der Landgasthof Wartegg in Wigoltingen bietet seit der Coronapandemie Take-away an. Nun gehört das Restaurant zu den Top Ten Abholservices der Schweiz.

Deborah Hugentobler
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Der Landgasthof Wartegg in Wigoltingen bietet neu Take-away an.

Der Landgasthof Wartegg in Wigoltingen bietet neu Take-away an.

Bild: Reto Martin

Sie haben es in die Top Ten der «beliebtesten Abhol- & Lieferservices der Schweiz» des Magazins «Falstaff» geschafft. Was bedeutet das für Sie?

Christoph Frei: Das weiss ich selbst noch nicht. Im letzten Lockdown waren wir bereits in den Top Ten der NZZ. Durch diese Medienpräsenz hatten wir mehr Kunden. Ich gehe schwer davon aus, dass auch diesmal der ein oder andere Gast mehr bei uns bestellen wird.

Wie kam es zur Nominierung?

Durch ein Publikum-Voting haben wir die Top Ten erreicht. Nun hoffen wir, dass die Leute weiterhin abstimmen und das «Wartegg» zum besten Abholservice küren.

Haben Sie bereits vor der Pandemie Take-away angeboten?

Gleich nach der Ankündigung des ersten Lockdowns sind wir auf Take-away umgestiegen.

Wer nützt das Angebot?

Es gibt eine starke Durchmischung der bestehenden Kundschaft und von neuen Kunden. Die Gäste unterstützen uns sehr durch ihre Bestellungen. Es ist schön, dies mitzuerleben.

Christoph Frei, Geschäftsführer des Landgasthofs Wartegg

Christoph Frei, Geschäftsführer des Landgasthofs Wartegg

Bild: PD

Lohnt sich der Abholservice?

Das Angebot dient in erster Linie, um die Fixkosten zu decken und Subventionen zu vermeiden. Besonders die Einnahmen des Take-aways im vergangenen Frühling halfen, dass ich letztes Jahr keinerlei Subventionen beantragen musste. Ich schaue lieber, dass ich mit meinen eigenen Lösungen möglichst lang selbstständig und unabhängig bleiben kann.

Wie ist die Situation im Vergleich zum Lockdown im Frühling?

Seither haben wir unseren Online-Take-away-Shop professionalisiert. Anders als im ersten Lockdown bieten wir keinen Lieferservice mehr an. Der Aufwand und die Kosten waren einfach zu gross. Ausserdem erleben wir einen Aufschwung von Bestellungen seit der Homeoffice-Pflicht.

Werden Sie das Take-away-Angebot weiterführen?

Wir haben viel Geld in den Online-Shop investiert. Mit dem klaren Ziel, dies künftig anzubieten. Wenn Restaurants wieder öffnen können, werden wir also weiterhin Take-away als Zusatzleistung anbieten.