Gastronomie
Die «Schifflände» geht für ein paar Wochen fremd

Wegen Bauarbeiten muss das Restaurant am Arboner Hafen vorübergehend schliessen. Der Betrieb geht aber weiter ‒ in rund 200 Meter Entfernung im Fischerhuus.

Markus Schoch
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Die «Schifflände» am Hafen in Arbon.

Die «Schifflände» am Hafen in Arbon.

Bild: Donato Caspari

Die Umbauarbeiten in den anderen Teilen des Hauses zu einem Self-Check-in-Hotel mit 14 Zimmern haben Folgen für das Restaurant «Schifflände» im Erdgeschoss. «Wir brauchen einen neuen Notausgang, und die Decke müssen wir mit feuerfesten Platten verkleiden», sagt Peter Peschee Künzi, der den Gastrobetrieb seit Oktober 2019 mit anderen Stammgästen in Pacht hat. Letzte Woche räumten die Beizer das Mobiliar raus, weil sie die Gelegenheit nutzen, auch gleich den Boden neu zu machen.

Peter Peschee Künzi, «Schifflände»-Geschäftsführerin Andrea Würl und Franco Russo, Hausobmann beim Fischer-Verein.

Peter Peschee Künzi, «Schifflände»-Geschäftsführerin Andrea Würl und Franco Russo, Hausobmann beim Fischer-Verein.

Bild: Markus Schoch

Die Bauarbeiten dauern fünf Wochen. Die Gäste müssen in dieser Zeit aber nicht auf dem Trockenen sitzen. Die «Schifflände»-Crew wirtet ab kommenden Montag mit den gleichen Öffnungszeiten vorübergehend im Fischerhuus hinter dem grossen Spielplatz auf der Schlosswiese in 210 Meter Fussdistanz. Künzi als Mitglied im Fischer-Verein Arbon hat diese Übergangslösung eingefädelt. «Wir sind den Verantwortlichen sehr dankbar für ihr Entgegenkommen. Das ist eine super Sache für uns.» Ein Kränzchen windet Künzi auch der Stadt, die ihnen unkompliziert die befristete Betriebsbewilligung erteilt habe.

Gleich viele Sitzplätze wie in der «Schifflände»

Im Fischerhuus hat es 45 Sitzplätze, etwa so viele wie in der «Schifflände». Parkplätze unmittelbar vor dem Eingang stehen keine zur Verfügung. Wer mit dem Auto kommt, muss es auf dem Hafendamm oder an einem anderen Ort abstellen. Künzi ist jedoch zuversichtlich, dass ein kleiner Spaziergang zumindest die Stammgäste nicht davon abhalten wird, bei ihnen einzukehren. Und sowieso: «Uns geht es nicht um Gewinnoptimierung, sondern um Schadensbegrenzung.»

Grund zum Klagen gibt es für die «Schifflände»-Pächter im Moment allerdings abgesehen von der aktuellen Ausnahmesituation keinen. Trotz Corona und den damit zusammenhängenden Einschränkungen für die Restaurants sei es ihnen zuletzt sehr gut gelaufen, sagt Künzi. Und die Aussichten werden nur besser: Die Stadt hat bekanntlich die Pläne für eine Aussenwirtschaft bewilligt.

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