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G5-Antenne: Romanshorner Stadtrat steckt in der Zwickmühle

Bei der Diskussion über das umstrittene Projekt der Swisscom in der Badi steht die Behörde zwischen den Fronten. Entschieden ist noch nichts. Sie kann aber auch nicht alles einfach rückgängig machen.
Markus Schoch
Der Beleuchtungsmast (links) soll ersetzt werden. (Bild: Donato Caspari)

Der Beleuchtungsmast (links) soll ersetzt werden. (Bild: Donato Caspari)

G5 bedeutet schnelle Datenübertragung und extrem niedrige Reaktionszeit. G5 bedeutet aber auch Ärger für Behörden wie den Stadtrat von Romanshorn. Die Swisscom will in der Badi - also auf einem Grundstück der Stadt - den bestehenden Beleuchtungsmasten ersetzen und eine Mobilfunkanlage (der neuesten Generation) darauf installieren. Das Baugesuch lag im August auf. Es gingen neun Einsprachen von Einzelpersonen und eine Sammeleinsprache mit rund 370 Unterschriften ein. Stadtpräsident Roger Martin sagt:

«Das Thema ist extrem emotional aufgeladen.»

Aufgrund des breiten Widerstandes hat der Stadtrat Ende September angekündigt, nochmals das Gespräch mit der Swisscom zu suchen. Das hätten sie mittlerweile getan, sagt Martin. Es sei dabei vor allem um technische Fragen gegangen. Kein Thema war der langjährige Vertrag, den die Stadt mit der Swisscom abgeschlossen hat und der es dem Telekommunikationsunternehmen überhaupt erst ermöglicht, das Projekt in der Badi zu verwirklichen, weil ihr Romanshorn Land zur Verfügung stellt. «Wir können ihn nicht einfach auflösen», sagt Martin. Es sei kein Mietvertrag mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten.

Die Wirtschaft verlangt nach G5

Stadtpräsident Roger Martin. (Bild: Reto Martin).

Stadtpräsident Roger Martin. (Bild: Reto Martin).

Er habe Verständnis für die Ängste in Teilen der Bevölkerung. Gleichzeitig sei die Behörde mit dem Wunsch von Anwohnern und Gästen der Badi konfrontiert, eine bessere Netzverbindung zu bekommen. «Sie haben heute teilweise nur deutsches Netz.»

Aber auch aus der Wirtschaft sei der Ruf nach G5 als Basis des Internets der Dinge hörbar. Der neue Standard erlaubt die Vernetzung von Maschinen und intelligenten Geräten. Martin sagt:

«Eine Firma hat mir ganz konkret gesagt, sie seien künftig auf die neueste Mobilfunkgeneration angewiesen.»

Beschlossen habe der Stadtrat in Bezug auf die geplante Antenne in der Badi noch nichts. Er erwarte, dass noch in diesem Jahr der Expertenbericht im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt vorliege, der hoffentlich auch Aufschluss zur Bewilligungspraxis und Gesundheitsimmissionen gebe, sagt Martin. «Er könnte eine wichtige Entscheidungsgrundlage für uns sein.»

Das Handy ist die grösste Gefahr

In der ganzen Diskussion um die möglichen Gefahren von Mobilfunkantennen dürfe nicht vergessen werden, dass sie gemäss Studien nur für 5 Prozent der gesamten Strahlenbelastung verantwortlich seien, denen ein Mensch ausgesetzt ist. «80 Prozent entfallen auf das eigene Handy.» Und je schwächer das Netz sei, desto stärker strahle das Gerät.

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