Fussball
Autokorso und Menschenmengen: Das ist bei der EM in der Ostschweiz erlaubt

Die Freude über einen Sieg an der EM ist riesig. Und natürlich will man dann auch gemeinsam feiern. Doch was ist erlaubt? FM1Today hat bei der Polizei nachgefragt.

René Rödiger/FM1Today
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Die Leute sollen jubeln dürfen, die Sicherheit darf jedoch nicht gefährdet werden.

Die Leute sollen jubeln dürfen, die Sicherheit darf jedoch nicht gefährdet werden.

Bild: Michel Canonica

Am Samstag ist es soweit, die Schweiz spielt am Nachmittag gegen Wales ihr erstes EM-Spiel. Sollte die Nati gewinnen, wird natürlich gefeiert. Mit Menschenansammlungen auf den Plätzen, einem Autokorso und jubelnden Menschen in den Gartenbeizen.

«Es darf gefeiert und Emotionen gezeigt werden. Aber es gilt Nulltoleranz, wenn die Sicherheit gefährdet wird», sagt Natascha Scherrer, Mediensprecherin der Kantonspolizei St.Gallen gegenüber FM1Today. So dürfen die Autokorsos zum Beispiel durch die Strassen fahren, aber keine Fahnenstangen aus den offenen Autofenstern gehalten werden. Scherrer:

«Wir lassen solche Korsos bis eine Stunde nach Spielschluss oder maximal bis Mitternacht zu.»

Die Kantonspolizei Thurgau «wird solche Feiern wie bei früheren Endrunden aufmerksam begleiten». «Wir werden so tolerant wie möglich und so konsequent wie nötig für Ordnung und Sicherheit sorgen», heisst es. Eingeschritten wird, wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet ist. Teilen sich feiernde Fussgängerinnen und Fussgänger die Strassen und Plätze mit Autokorsos, wird die Polizei Strassenabschnitte sperren und den Verkehr umleiten.

Keine Ansammlungen vor Bars

Diese Richtlinie für hupende Autos gilt auch in der Stadt St.Gallen. Bei den Restaurants, Bars und auf öffentlichen Plätzen sieht das ähnlich aus. Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei, sagt:

«Wir werden situativ entscheiden. Es darf aber keine Ansammlungen vor den Bars geben.»

Für die Einhaltung sind die Betreiber selbst verantwortlich. «Der Bildschirm oder die Leinwand sind für jene Leute, die bedient werden. Die Betreiber müssen dafür verantwortlich sein, dass sich vor den Bars und Gartenbeizen keine Menschentrauben bilden. Sonst werden sie verzeigt», sagt Widmer. Sollten sich beispielsweise auf dem Marktplatz viele Leute einfinden, werde «im Rahmen der Verhältnismässigkeit» entschieden.