Fusion
Neue Mitarbeiter für die frisch fusionierte Kirchgemeinde

Mit Sekretärin Alexa Ulrich-Bachmann und Diakonin Sarah Fakhoury nehmen zwei Frauen ihre Tätigkeit in der Evangelischen Kirchgemeinde Affeltrange-Braunau-Märwil auf. Einen neuen Pfarrer muss die Gemeinde aber noch wählen.

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Kirchenpräsident Rolf Zimmermann und die neue Sekretärin Alexa Ulrich-Bachmann besprechen den Terminplan.

Kirchenpräsident Rolf Zimmermann und die neue Sekretärin Alexa Ulrich-Bachmann besprechen den Terminplan.

Bild: PD

(red) Die evangelischen Kirchbürgerschaften in Affeltrangen, Braunau und Märwil hatten 2019 dem Zusammenschluss zur Evangelischen Kirchgemeinde Affeltrangen-Braunau-Märwil zugestimmt. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde die neue Behörde gewählt. Damit konnte sich die neue Körperschaft per 1. Januar 2021 konstituieren. Wichtige administrative Arbeiten konnte die neue Sekretärin, Alexa Ulrich-Bachmann, bereits in den letzten Monaten unterstützen. Das Sekretariat ist mit 40 Stellenprozenten dotiert.

Ulrich-Bahmann ist aber nicht die einzige neue Mitarbeitende. Auch Sarah Fakhoury wird ihre Tätigkeit als Diakonin im April im Rahmen einer 80-Prozent-Stelle aufnehmen. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören Jugend- und Erwachsenengottesdienste, Seelsorge, Mitarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit sowie die Förderung und Betreuung von freiwilligen Mitarbeitenden.

Pfarrehepaar geht nach sieben Jahren

Die Diakonin unterstützt damit das Pfarramt, das mit einer 100 Prozentstelle ebenfalls neu besetzt wird, weil das Pfarrehepaar Karen und Michael Hollweg per Ende März 2021 nach fast sieben Jahren im Amt die Kündigung eingereicht hat. Es gehe nun darum, die Nachfolge von Hollwegs an die Hand zu nehmen. Die im Jahr 2020 engagierte Vereinigungskommission wird ebenfalls die Aufgabe als Pfarrwahlkommission übernehmen.

Kirchenpräsident Rolf Zimmermann erklärt, dass Michael Hollweg im Sinne einer Übergangslösung im April und Mai 2021 der Gemeinde erhalten bleiben wird und insbesondere die Konfirmationen und Konfirmandenlager betreuen wird. Gleichzeitig wird er die neue Diakonin mit der Vorsteherschaft in ihre Tätigkeit einführen. Danach rechnet der Kirchgemeindepräsident mit einer mehrmonatigen Zeit, für die eine Stellvertretungslösung gefunden werden konnte. Ab Juni werden Pfarrer Wilfried Bührer und Pfarrer Christoph Naegeli, beide aus Frauenfeld, mit der neuen Diakonin Sarah Fakhoury die Pfarramtsvertretung mehrheitlich übernehmen.

Film statt Festgottesdienst

Da ein festlicher Gottesdienst zum Start der neuen Kirchgemeinde Affeltrangen-Braunau-Märwil Anfang Jahr nicht möglich war, weicht die Vorsteherschaft für eine Vorstellung des neuen Gebildes auf die Website der Kirchgemeinde aus. Dort präsentiert sie einen Film dazu. «Wir wollen zeigen, dass die Kirchgemeinde lebt», so Zimmermann. (red)

Rückgang

Weniger Kirchgemeinden im Kanton

Die Anzahl Evangelischer Kirchgemeinden im Thurgau ist nach der Fusion im Lauchetal von 63 auf 61 zurück gegangen, wie die Evangelische Landeskirche mitteilt. Noch vor 20 Jahren gab es im Thurgau 70 Kirchgemeinden. Die grösste heute ist Frauenfeld mit 8067 Mitgliedern, die kleinste Andwil mit 237. Mit ihren neu etwa 2100 Kirchbürgern gehört Evangelisch Affeltrangen-Braunau-Märwil zum Mittelfeld.
Nebst Gemeindefusionen gibt es im Kanton auch Gemeindeverbindungen. Dabei teilen sich kleinere Kirchgemeinden ein Pfarramt, bleiben jedoch rechtlich selbstständig. Derzeit teilen sich zwölf Gemeinden sechs Doppelpfarrämter in der Evangelischen Landeskirche Thurgau. Die Entscheidungsbefugnis über Verbindung und Fusion liegt immer beim Kirchenrat. Er kann und will aber Kirchgemeinden nicht zu Fusionen zwingen oder drängen, wie  Brunhilde Bergmann, Leiterin der Fachstelle Information und Öffentlichkeitsarbeit, in einer Mitteilung schreibt.