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Der Kantonale Fischereiaufseher sagt: «Für die Fische eine Tragödie»

Im Auffangbecken des Wisenbachs bei Mauren sind alle Fische verendet. Alles Abfischen und Ausbaggern hat nichts gebracht, vielleicht sogar geschadet.
Mario Testa
Markus Zellweger inspiziert einen toten Alet. (Bild: Mario Testa)

Markus Zellweger inspiziert einen toten Alet. (Bild: Mario Testa)

Das Auffangbecken zwischen Mauren und Opfershofen war der letzte Zufluchtsort für die Fische im Wisenbach kurz vor der Mündung in den Giessen. Jetzt sind sie alle weg – entweder tot oder umgesiedelt. «Am Montag habe ich hier noch etwa 150 Fische abgefischt und in den Bodensee ausgesetzt», sagt Fischereiaufseher Markus Zellweger. «Das machte ich, weil am Dienstag hier ausgebaggert wurde.»

Das Ausbaggern des Auffangbeckens hat die Gemeinde Berg angeordnet, ausgeführt hat die Arbeiten am Dienstag ein erfahrener Mitarbeiter der Greminger Tiefbau AG. «Wir haben uns an die Vorgaben des Fischereiaufsehers gehalten und zuerst ein tiefes Loch ausgehoben, in das die Fische fliehen konnten, bevor wir weiter gebaggert haben», sagt Simon Greminger, als er sich am Mittwoch ein Bild der vielen toten Fische im Teich macht. «So ein Elend nach einem Ausbaggern habe ich noch nie gesehen.»

«Es war wohl der falsche Zeitpunkt fürs Ausbaggern»

Auf die Misere aufmerksam gemacht hat Passant Bruno Portmann aus Leimbach gestern Vormittag. «Ich denke, es war der falsche Zeitpunkt fürs Ausbaggern. Bei dem ganzen aufgewirbelten Schlamm sind die Fische erstickt», sagt er. Portmann informierte auch Gemeindepräsident Max Soller, der sich vor Ort ebenfalls ein Bild der Misere macht. Fischereiaufseher Markus Zellweger hat über Mittag alle toten Fische – ein Kübel voller Alet und Rotfedern – rausgefischt. «Wenn Fische im Wasser treiben und verwesen, verbrauchen sie Sauerstoff. Und davon hat es eh schon viel zu wenig im Wasser.»

Graue Kiemen zeugen davon, dass der Todeszeitpunkt der Fische schon länger her ist.

Graue Kiemen zeugen davon, dass der Todeszeitpunkt der Fische schon länger her ist.

Einige der Fische seien wohl im Becken verendet, andere möglicherweise mit dem morgendlichen Regen ins Becken geschwemmt worden, sagt Zellweger. «Viele sind schon länger tot, sie haben graue Kiemen und zersetzte Bäuche. Dazu stinken sie viel mehr.» Eigentlich hab er gedacht, das Ausbaggern wäre gut für die Fische. Am Dienstag nach dem Ausbaggern habe denn auch auch keinen einzigen toten Fisch gesehen – und nun diese Misere. «Es ist tragisch im Moment: Wenn wir nichts machen, gehen die Fische ein – wenn wir etwas mach, auch», sagt der Kantonale Fischereiaufseher.

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