Für ein Strahlen in Kinderaugen: Frauenverein Schönholzerswilen sammelt Päckli für arme Kinder in Osteuropa

Der Frauenverein Schönholzerswilen sammelt kommende Woche Päckli für europäische Kinder aus armen Verhältnissen. Dieses Jahr sei die Aktion besonders wichtig, da wegen Corona das Elend noch grösser sei.

Deborah Hugentobler
Drucken
Teilen
Ein Kind mit einem Päckli, dass es von der Aktion erhalten hat.

Ein Kind mit einem Päckli, dass es von der Aktion erhalten hat.

Bild: PD

Weihnachten ist die Zeit der Nächstenliebe. Um auch Menschen, die in schlechten Verhältnissen leben, ein Geschenk zu machen, wurde die Aktion Weihnachtspäckli ins Leben gerufen. Jedes Jahr werden in der ganzen Schweiz Geschenkpakete für verschiedene Länder in Osteuropa gesammelt.

Zehntausende Schweizerinnen und Schweizer beschenken Bedürftige in Albanien, Bulgarien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Weissrussland oder der Ukraine. Damit will die Aktion, welche von vier Hilfswerken organisiert wird, ein starkes Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit notleidenden Menschen setzen.

Kirchen und Gruppen können sich bei einem der Hilfswerke melden und so aktiv bei der Aktion mithelfen. Sie sammeln die Päckli und geben sie bis zum offiziellen Sammelschluss an einer regionalen Transportbasis ab.

Päckli müssen durch den Zoll kommen

So auch der Evangelische Frauenverein Schönholzerswilen und die Katholische Kirchgemeinde Wertbühl und Schönholzerswilen. «Vom 8. bis 15. November können Pakete an Sammelstellen in Schönholzerswilen und der Umgebung abgegeben werden», sagt Julia Nater, Präsidentin des Frauenvereins. Die Schenkenden müssen bei dem Paket auf gewisse Dinge achten.

«Es dürfen nur bestimmte Produkte verschickt werden, damit die Päckli durch den Zoll kommen und gerecht verteilt werden können», sagt sie. Zudem müsse die Ware in einer stabilen Kartonschachtel, die in Geschenkpapier gehüllt ist, verpackt werden. Geeignete Inhalte für die Päckli gibt die Aktion auf ihrer Website bekannt.

Der Evangelische Frauenverein Schönholzerswilen nimmt schon seit mehreren Jahren an der Weihnachtspäckliaktion teil. Letztes Jahr habe der Verein 93 Pakete gesammelt. «Dieses Jahr ist die Aktion noch bedeutsamer. Aufgrund der Pandemie ist das Elend grösser und viele Menschen haben noch weniger als zuvor», sagt die Präsidentin. Die Leute seien sehr dankbar und freuen sich über die Geschenke. «Ich habe schon von Kindern gehört, die durch die Aktion erstmals Schokolade assen», sagt Julia Nater.