Für die Weinfelder Sekundarschüler gibt es neuen Schulstoff trotz Zwangspause

Der Weinfelder Sekundarschulpräsident Beat Gähwiler ist sehr zufrieden mit der ersten Woche Fernunterricht. Er versucht mit seinen Lehrern etwas mehr zu bieten als reine Repetition des Schulstoffs.

Chiara Arba
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Verwaistes Sekundarschulhaus Pestalozzi: Die Schüler werden per E-Mail beschult.

Verwaistes Sekundarschulhaus Pestalozzi: Die Schüler werden per E-Mail beschult.

(Bild: Mario Testa)

Die Umstrukturierung wegen des Corona-Virus in den Schulen der Region ist in vollem Gange. Eine Woche lang mussten die Schülerinnen und Schüler nun schon zu Hause bleiben und wurden dort unterrichtet. Die Stunden wurden massiv gekürzt und beschränken sich nur auf die Hauptfächer. «Der Kanton gibt uns zwar vor, dass wir nur repetieren sollten. Ich denke jedoch, wir werden schon ein bisschen neuen Stoff einbringen», sagt Beat Gähwiler, Präsident der Sekundarschulgemeinde Weinfelden.

«Ich hätte nie erwartet, dass das Ganze so gut und schnell funktioniert.»
Beat Gähwiler, abtretender Sekundarschulpräsident Weinfelden.

Beat Gähwiler, abtretender Sekundarschulpräsident Weinfelden.

(Bild: Andrea Stalder)

Durch das Engagement der Lehrer und guter Kooperation mit den Eltern, ist der Fernunterricht bestens gestartet. Die drei Schulhäuser, welche Beat Gähwiler betreut – zwei in Weinfelden, eines in Märstetten –, verfügen jedoch über unterschiedliche Infrastrukturen. Der Fernunterricht musste in dem Fall für jede Schule einzeln angepasst werden.

Geübt im Umgang mit digitalen Medien

Über E-Mails werden die Schüler mit Aufträgen versorgt. «Bei uns in der Sekundarstufe ging das Ganze aber einfacher als bei den Unterstufen. Wir müssen uns nicht um die Betreuung der Kinder kümmern und können per E-Mail unterrichten», sagt Gähwiler. Bis jetzt klappe das Ganze sehr gut. Die Schüler zeigen sich sehr engagiert und erledigen ihre Aufgaben pflichtbewusst.

«Vielleicht erwacht so auch einmal ein Schüler und lernt, Eigenverantwortung zu tragen. Vielleicht erwacht so auch einmal ein Schüler und lernt, Eigenverantwortung zu tragen.»

Ob die Prüfungen nachgeholt werden oder ein Eintrag ins Zeugnis vermerkt wird, ist noch offen. Die Stellwerk-Prüfungen wurden bereits abgesagt, stattgefunden haben aber bereits die Maturaprüfungen.

Massnahmen gegen Treffen auf den Pausenplätzen

Ein grosses Thema für den Schulpräsident sind die öffentlich zugänglichen Pausenplätze. «Es bringt nicht viel, wenn nun alle da herum lungern», sagt Gähwiler. Mehr als fünf Personen dürfen es mittlerweile ohnehin nicht mehr sein, die sich gemeinsam dort aufhalten. Die Eltern müssten eingreifen und schauen, dass die Kinder zu Hause bleiben. Es nütze nichts, die Kinder wegzuschicken, denn dann werden sie einfach wo anders hingehen.

Der Pausenplatz des Thomas-Bornhauser-Sekundarschulhauses.

Der Pausenplatz des Thomas-Bornhauser-Sekundarschulhauses. 

(Bild: Mario Testa)

Bis jetzt kooperieren die Eltern gut mit den Lehrern zusammen. «Ich freue mich sehr darüber, zu sehen, wie sich alle solche Mühe geben, dass die Umstellung reibungslos abläuft und auch so funktioniert wie geplant», sagt Beat Gähwiler. Er rät allen die Chancen aus der Situation zu sehen, das Beste daraus zu machen und die gewonnen Zeit für etwas Sinnvolles zu nützen.

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