Für den Aufbau der Bischofszeller Rosenwoche bleiben vier Tage Zeit

Die Aufbauarbeiten für die Rosen- und Kulturwoche sind seit Dienstag im Gange. Bis Freitagabend gleichen die Marktgasse und angrenzende Plätze einer Baustelle. Die Aussteller verwandeln das Zentrum der Altstadt in einen grossen Rosengarten.

Georg Stelzner
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Auf dem Hirschenplatz entsteht mit grossem Aufwand eine besonders eindrückliche Roseninsel. (Bild: Donato Caspari)

Auf dem Hirschenplatz entsteht mit grossem Aufwand eine besonders eindrückliche Roseninsel. (Bild: Donato Caspari)

Für Roland Münger ist die Aufgabe nicht neu. Von Anbeginn an ist er im OK für den Aufbau der grössten Schweizer Rosenschau, die heuer zum 18. Mal stattfindet, verantwortlich. Dennoch freut er sich dieses Jahr noch eine Spur mehr.

Die Voraussetzungen sind ideal

«Wir haben erstmals die Situation, dass die Rosen in den Gärten genau zum richtigen Zeitpunkt aufblühen», sagt der Bischofszeller Gärtner. Entscheidend sei der April gewesen.

In diesem Monat dürfe es nicht zu heiss sein, weil die Rosen sonst zu früh zu blühen beginnen. Das Wachstum jener Rosen, welche für die Inseln und Gestaltungen bestimmt sind, lässt sich laut Münger in beschränktem Masse durch einen Rückschnitt steuern.

«Während der neuntägigen Veranstaltung wären Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad ideal», erklärt Münger. Niederschläge schadeten den Rosen nicht, doch dürfe es auch nicht zu oft und zu viel regnen.

Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt

Die Königin der Blumen wird sich dem Publikum mit rund 200 verschiedenen Sorten präsentieren. Um die Rosenschau so durchführen zu können, dass die hohen Erwartungen der Besucher erfüllt werden, bedarf es eines grossen zeitlichen und materiellen Aufwandes.

Die Zahlen sind eindrücklich: So werden rund 100 Kubikmeter Holzschnitzel, bis zu 500 Meter Baumstämme und einige Tonnen Steine benötigt.

Als OK-Mitglied zeichnet Roland Münger für den Aufbau der grössten Rosenschau der Schweiz verantwortlich. (Bild: Georg Stelzner)

Als OK-Mitglied zeichnet Roland Münger für den Aufbau der grössten Rosenschau der Schweiz verantwortlich. (Bild: Georg Stelzner)

«Wir lassen den Ausstellern bei der Gestaltung ihres Areals weitgehend freie Hand», betont Münger. Einzige Bedingung sei, dass die Rosen im Mittelpunkt der Präsentation stehen.

Kein Konkurrenzdenken unter Ausstellern

Die von Bernhard Bischof ins Leben gerufene Veranstaltung kann auf treue Teilnehmer zählen. Vier von fünf Ausstellern seien schon längere Zeit dabei, einige sogar schon seit der Premiere im Jahr 2002, sagt Münger. 20 Prozent kämen jeweils neu hinzu.

Für die an der Rosenwoche teilnehmenden Firmen findet Münger anerkennende Worte: «Ich bin begeistert, wie kollegial die Aussteller für das gemeinsame Ziel arbeiten.»

Sicherheit muss gewährleistet sein

Einen immer höheren Stellenwert hat im Laufe der Zeit die Frage der Sicherheit bekommen. Nicht zuletzt aufgrund des grossen Publikumsinteresses, werden doch 50'000 bis 60'000 Besucher erwartet.

«Schwanentanz» heisst eine von zahlreichen Gestaltungen, die in der Marktgasse zu bewundern sein werden. (Bild: Donato Caspari)

«Schwanentanz» heisst eine von zahlreichen Gestaltungen, die in der Marktgasse zu bewundern sein werden. (Bild: Donato Caspari)

Das Sicherheitskonzept müsse Jahr für Jahr überprüft und bisweilen auch an neue Anforderungen angepasst werden, führt Münger aus. Inzwischen arbeite man mit einem dicken Dossier.

Auf die Gestaltung der Rosenschau habe dies aber kaum Auswirkungen. Beim Aufbau bestehe die grösste Schwierigkeit darin, dass oft mehrere Leute gleichzeitig auf engem Raum an der Arbeit sind.

Weitere Informationen im Internet auf der Website www.bischofszellerrosenwoche.ch