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Frust gegen Asylbewerber an der Affeltranger Gemeindeversammlung

An der Budgetgemeindeversammlung Affeltrangen hat der Souverän acht Kreditanträge einstimmig genehmigt. Ein Stimmbürger liess seinem Frust trotzdem freien Lauf.
Christoph Heer
Die vor zehn Tagen gewählte neue Gemeindepräsidentin Ursula Klaus führt durch die Versammlung. (Bild: Christoph Heer)

Die vor zehn Tagen gewählte neue Gemeindepräsidentin Ursula Klaus führt durch die Versammlung. (Bild: Christoph Heer)

«Es ist eine bodenlose Frechheit, wie sich Asylanten benommen haben.» Nicht nur ihre urplötzlich verlassene Wohnung sei in miserablem Zustand hinterlassen worden, auch ihren Abfall hätten sie Woche für Woche bei der Sammelstelle deponiert.

«Aber nicht entsorgt, sondern bloss hingestellt, zum Teil auch den Durchgang zugestellt, das lasse ich mir nicht mehr bieten.»

Der Votant bemängelt den Charakter der nun klammheimlich weggezogenen Asylbewerber.

Wenn er noch einmal solche in seiner Gemeinde sehe, überlege er sich, seine Steuergelder zurückzuhalten. Der Affeltranger Gemeinderat will sich diesem Problem annehmen. Gemeindepräsidentin Ursula Klaus erklärt aber, dass Asylbewerber vom Bund zugewiesen werden. «Das soll aber momentan nicht der Fall sein. Etwa in Auffangzentren hat es aktuell genug Platz», sagt sie.

Auch der Versammlungsbeginn am Montagabend ist emotional. Klaus will eine Schweigeminute in Gedenken an den erst kürzlich verstorbenen Gemeindepräsidenten Hans Matthey abhalten. 53 Stimmberechtigte tun es ihr natürlich gleich.

Kompetenzerteilung, Einbürgerung, Kredite

Die traktandierten Geschäfte sind anschliessend in kurzer Zeit erledigt. Mit 46 Ja-Stimmen wird ein deutsches Ehepaar eingebürgert, und ohne Gegenstimme erhält die politische Gemeinde die Kompetenz, eine 843 Quadratmeter grosse Baulandparzelle zu verkaufen. Klaus betont das Land dem Höchstbietenden zu verkaufen, «den Mindestpreis legen wir auf 280 Franken pro Quadratmeter fest», erklärt die Gemeindepräsidentin.

In einer halben Stunde werden alle acht Kreditanträge ohne eine Gegenstimme bewilligt. Die grössten Beträge vereint das Sanierungsprojekt Bucherstrasse. Seitens politischer Gemeinde schlägt es mit 400000, seitens Wasserwerks mit brutto 240000 Franken zu Buche. Innerhalb des Elektrizitätswerks spricht der Souverän 220000 Franken für die Sanierung von besagter Strasse.

Budget im Minus

Den Steuerfuss der Gemeinde Affeltrangen belassen die Stimmbürger für das kommende Rechnungsjahr bei 46 Prozent, obwohl bei einem Gesamtaufwand von 7,7 Millionen ein Defizit von 107300 Franken budgetiert ist. Das Minus soll dem Eigenkapital von rund 750000 Franken belastet werden. «Wenn das Defizit jedoch eintrifft, kommen wir künftig nicht um eine Steuererhöhung herum», sagt Ursula Klaus. (che)

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