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Frühlingsputz für grösste Thurgauer Orgel

Die evangelische Kirchgemeinde Arbon lässt die grösste Orgel im Kanton nächstes Jahr für fast eine halbe Million Franken sanieren. Zusätzlich will sie eine klangliche Rückführung für 120'000 Franken vornehmen lassen. Dafür ist eine Spendenaktion geplant.
Natascha Arsic
Simon Menges, Ursula Gentsch und Robert Schwarzer vor der grössten Orgel des Kantons. (Bild: Natascha Arsic)

Simon Menges, Ursula Gentsch und Robert Schwarzer vor der grössten Orgel des Kantons. (Bild: Natascha Arsic)

Die Sanierung des Instrumentes ist längst überfällig. Der übliche Turnus von 25 Jahren wurde bereits um sechs Jahre überschritten. Deshalb soll die 1924 erbaute Orgel nächstes Jahr für 430'000 Franken von Schimmel, Staub und Schmutz befreit werden.

Gleichzeitig soll die veraltete Elektrik ersetzt und ein neuer Spieltisch eingebaut werden. Über den Kredit stimmen die Kirchbürger am 19. Mai ab. Robert Schwarzer, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, sagt:

«Die Investition wird keine Auswirkung auf den Steuerfuss haben.»

Nebst der Orgelsanierung soll in einem separaten Projekt eine klangliche Rückführung des Instruments erfolgen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 120'000 Franken. Die Musikkommission will die Summe bis Ende Jahr durch verschiedene Spendenaktionen zusammenkriegen.

Spendenaktion startet am Sonntag

«Wir sind sehr zuversichtlich, dass es klappt, da wir viele Ideen zur Finanzierung entwickelt haben», sagt Ursula Gentsch, Präsidentin der Musikkommission. Den Start der Spendenaktion markiert ein Benefizkonzert, das kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Kirche stattfindet.

Weitere Musikabende folgen im Mai und Juni. Zudem sind für den September vier Anlässe im Rahmen eines Orgelfestivals geplant. Der Eintritt ist jeweils gratis, es werden jedoch Kollekten mit dem Topf der «verlorenen Töne» gesammelt. Gentsch sagt:

«Wir werden auch Orgelführungen für Erwachsene, Orgelführungen und Orgelmärchen für Kinder, eine Orgelnacht und eine koreanische Tavolata veranstalten. Details hierzu folgen erst noch.»

60'000 Franken sollen mittels Crowdfunding auf www.lokalhelden.ch gesammelt werden. Weiter hofft die Kommission auf Förderbeiträge von Stiftungen und Sponsoring durch Firmen. «Etwas ausgefallener ist die Pfeifenpatenschaft», sagt Gentsch.

Auf www.bodenseeorgel.ch können Paten eine Pfeife, mehrere Pfeifen oder gar ein komplettes Register erstehen. Die Kosten variieren je nach Pfeifengrösse zwischen 50 und 1'000 Franken. Letztlich sollen auf einem Orgelband, das sich früher zur Zierde über die Orgel zog, die Namen aller Spender eingetragen werden.

Frühere Rekonstruierung war erfolglos

«Das Instrument mit rund 4'000 Pfeifen wurde in den 1950er-Jahren stark verändert», sagt Organist Simon Menges. Zwar wurde in den 1980er-Jahren bereits einmal versucht, die Orgel wieder symphonischer zu gestalten, jedoch nicht ganz erfolgreich.

Deshalb wolle man nun 8 der 62 Register rekonstruieren. Menges hätte sich zwar mehr gewünscht, «doch das wäre zu teuer geworden.» Es werden neue Pfeifen im alten Stil gefertigt.

«Falls die finanziellen Mittel für die klangliche Rückführung nicht zusammenkommen, wird darauf verzichtet. Stattdessen werden nur die anderen Arbeiten ausgeführt», sagt Schwarzer.

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