Friedlich und freudvoll gemeinsam feierten die Arboner Weihnachten

Singen, Suppe essen und fröhliche Momente teilen an der interkulturellen Feier «Arboner Weihnachten für alle».

Christof Lampart
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Viele Arbonerinnen und Arboner singen im Presswerk begeistert beim offenen Singen der Weihnachtslieder mit.

Viele Arbonerinnen und Arboner singen im Presswerk begeistert beim offenen Singen der Weihnachtslieder mit.

Bild: Christof Lampart

Über 200 Menschen, Kinder wie Erwachsene, fanden sich am Heiligabend, kurz vor Mittag, in der Eventhalle Presswerk ein, um zusammen Weihnachten zu feiern. Organisiert wurde die Feier vor allem von vielen Freiwilligen, welche Kuchen backten, Dekorationen bastelten, künstlerisch tätig wurden oder einfach auch nur im Vorfeld die Werbetrommel rührten. Firmen und Institutionen wiederum spendeten Materialien wie Saft und Suppe, so dass Moderatorin Noe Rottmann, welche bei der Stadt Arbon im Bereich Gesellschaft tätig ist, schon vor der ersten Ansprache zufrieden Bilanz zog: «Ich finde es einfach fantastisch, wie viele Menschen sich für Arbon und die Mitmenschen in Arbon engagieren und so einen Anlass auf die Beine stellen; sozusagen nach dem Motto «gemeinsam für alle».»

Auch Stadtpräsident Dominik Diezi dankte «den vielen, die mitgeholfen haben» und für das «Zustandekommen dieser schönen Feier für unsere schöne Stadt». Auch wenn Weihnachten im Kern ein christliches Fest sei, so sei es doch eigentlich weit mehr, nämlich «ein Friedensfest», und somit geeignet, um von allen Menschen, ungeachtet ihrer Religion und ihres gesellschaftlichen Standes, gefeiert zu werden. Denn ob Frieden auf Erde herrsche, sei schliesslich eine Konsequenz, die sich aus dem Verhalten jeden einzelnen Menschen ergebe. «Das heisst nicht, dass man nicht streiten darf, aber es kommt, wie man es tut, kann doch ein Streit auch produktiv sein», so Diezi.

Weihnachtsgeschichte von Ruth Erat

Im Anschluss daran las Ruth Erat eine moderne Weihnachtsgeschichte vor, die genau das zum Inhalt hatte, wie Diezi zuvor angetönt hatte. Eine Familie fand erst durch einen knallharten Streit an Heiligabend endlich wieder zusammen – indem sie danach alle Nebensächlichkeiten beiseiteschob und sich, angeleitet durch den Klang wunderschöner Musik, auf die Friedensbotschaft von Weihnachten einliess. Apropos Musik: Nicht nur die hochbegabte Querflötistin Emma Blanke bereicherte die Lesung mit einigen musikalischen Einsprengseln, sondern die grosse Zuhörerschaft wurde kurz darauf selbst aktiv, als sie unter Anleitung des am E-Piano begleitenden Felix Heller zu einem Ad-hoc-Weihnachtsliederchor zusammenfand.

Und zwar zu einem, der dem Anlass gerecht wurde, war doch die Liedauswahl mit «Feliz Navidad», «So this is Christmas» (John Lennon/Yoko Ono), «En helle Stern» (Andrew Bond) oder dem in nicht weniger als fünf Sprachen vorgetragenen Weihnachtslied «Adeste fidelis»/«Herbei o ihr Gläubigen» betont international.

Anschliessend waren alle eingeladen, Suppe, Getränke, Kaffee und Kuchen zu geniessen und somit ein paar schöne Stunden gemeinsam harmonisch, bei interessanten Gesprächen, ausklingen zu lassen.