Friedhof Amriswil: Abschiednehmen ohne störende Glaswand

Die Arbeiten an der Sanierung der bald fünfzigjährigen Aufbahrungshalle sind beendet. Diese waren dringend notwendig und wurden von einer Projektgruppe begleitet.

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Ein Mohblumenbild ziert die Wand. (Bild: PD)

Ein Mohblumenbild ziert die Wand. (Bild: PD)

(red) Stadtrat Claudio Zaffonato und Architekt Edwin Kunz informierten den Stadtrat über die erfolgten Arbeitsschritte. Das Gebäude stand anschliessend zur Besichtigung offen. In den drei Aufbahrungsräumen wurden Wände, Decken, Böden und Türen saniert.

Auf der rechten Seite steht nun eine schlichte Ulmen-Holzkonstruktion mit abnehmbarem Deckel, ein sogenannter Katafalk. Darin werden die Verstorbenen aufgebahrt, damit sich die Angehörigen pietätvoll verabschieden können.

Glasscheibe ist weg

Friedhofgärtner Jörg Schweizer tut alles dafür, dass die Hinterbliebenen beim Abschiednehmen nicht gestört werden.

«Es ist wichtig, sich dafür Zeit zu nehmen. Es ist ein Moment, der nie mehr wiederkommt.»

Die Angehörigen der Verstorbenen erhalten einen Schlüssel und haben damit die Möglichkeit, im Aufbahrungsraum Abschied zu nehmen. Dank den Sanierungsarbeiten existiert die früher vorhandene und als nicht mehr zeitgemäss empfundene Glasscheibe zwischen Sarg und Trauernden nicht mehr.

Mohnblumenbild an der Wand

Die hintere Wand des Raumes wurde mit einem Mohnblumenbild gestaltet. «Mohn ist eine Pflanze voller Geheimnis und Symbolik. Die besondere Schönheit der Mohnblüte, verbunden mit ihrer auffallend raschen Vergänglichkeit, haben Dichter und Maler und sogar Musiker inspiriert, sich mit dieser Pflanze zu beschäftigen», sagte Architekt Edwin Kunz. Mit bescheidenen Mitteln wurde ein angenehmer Ort des Abschiednehmens geschaffen.