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In Weinfelden kehrt der Frieden unterm Kirchendach wieder ein

Die Katholische Kirchgemeinde hat sich mit ihrem ehemaligen Pfarrer Josef Wiedemeier geeinigt. Er zieht die Beschwerde wegen unrechtmässiger Kündigung zurück. Damit endet ein fast eineinhalb Jahre dauernder Rechtsstreit.
Mario Testa
Die Katholische Kirche St. Johannes in Weinfelden. (Bild: Reto Martin (Juni 2018))

Die Katholische Kirche St. Johannes in Weinfelden. (Bild: Reto Martin (Juni 2018))

Die Einigung kommt spät, aber nun ist sie Tatsache. Über ein Jahr lang lagen die Katholische Kirchgemeinde Weinfelden und ihr ehemaliger Pfarrer Josef Wiedemeier im Rechtsstreit. Nun haben sich die beiden Parteien aussergerichtlich geeinigt, wie Kirchpräsident Markus Meier sagt. «Das ist eine grosse Erleichterung, ich denke für beide Seiten», sagt Meier. «Mit dieser Einigung geht ein langer Streit zu Ende.»

Auf Anfrage bestätigt Josef Wiedemeier gegenüber unserer Zeitung die Einigung und dass sein Anwalt die Beschwerde wegen unrechtmässiger Kündigung zurückgezogen hat. «Es ist ein Kompromiss.» Mehr will er dazu nicht mehr sagen.

Beschwerde gegen die Kündigung bei Krankheit

Begonnen hatte der Streit im November 2017. Wegen schwerwiegender Differenzen bei der Personalführung stellte die Kirchenvorsteherschaft ihren damaligen Pfarrer – offiziell als Pfarradministrator tätig – per sofort frei. Die Kündigung aussprechen konnte die Kirchenvorsteherschaft damals nicht, da Wiedemeier krankgeschrieben war. Er blieb es auch in den Folgemonaten, auch noch, als die Kirchenvorsteherschaft das Arbeitsverhältnis per Ende Mai 2018 auflöste.

Gegen diese Kündigung legte der Pfarrer Beschwerde ein. Mehrere Versuche für eine gütliche Einigung scheiterten in der Folge – bis am vergangenen Freitag, als dies endlich gelang. Die Beschwerde, mit der sich der Katholische Kirchenrat auseinandersetzen musste, ist somit gegenstandslos geworden.

«Mit dieser Einigung ist diese Causa für uns abgeschlossen»

sagt Markus Meier. Er hat die Angestellten der Kirchgemeinde am Freitag, noch am Tag der Einigung, per E-Mail über die neuste Entwicklung informiert.

Prüfung der kirchlichen Gelder läuft weiter

Für die Katholische Kirchgemeinde Weinfelden nimmt der Streit mit ihrem ehemaligen Pfarrer ein Ende. Weiterhin mit Wiedemeier beschäftigten muss sich jedoch das Bistum Basel. Es läuft eine Prüfung der Verwaltung der kirchlichen Gelder; den Kollekten, Opferkerzengeldern und der Antoniuskasse.

Die Prüfung hat laut einem Schreiben von Generalvikar Markus Thürig ergeben, dass die Abrechnungen nachvollziehbar waren und Belege für die Ausgaben der Gelder bestehen. Weil ein Teil der Unterlagen beim Umzug Wiedemeiers jedoch irrtümlich entsorgt wurden, blieben einige Fragen unbeantwortet.

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