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Entsorgungsproblem in Freihirten ist gelöst

Der Gemeinderat Hauptwil-Gottshaus bietet Einwohnern des Weilers mobile Container an. Ein weiterer Unterflurcontainer wird nicht erstellt.
Georg Stelzner
Die neue Unterflurcontainer-Anlage an der Hauptstrasse in Hauptwil. (Bild: Georg Stelzner)

Die neue Unterflurcontainer-Anlage an der Hauptstrasse in Hauptwil. (Bild: Georg Stelzner)

Ist es zumutbar, einen Abfallsack mehr als 250 Meter bis zum nächstgelegenen Standort eines Unterflurcontainers zu tragen? Jakob Grunder und Daniel Egger, Bewohner des Weilers Freihirten, stellten das entschieden in Abrede und deponierten beim Gemeinderat Hauptwil-Gottshaus einen Protest («Thurgauer Zeitung» vom 14. Oktober).

Gemeinderat hält am Konzept fest

Gemeindepräsident Matthias Gehring zeigte Verständnis für den Unmut der beiden Bürger, gab jedoch auch zu bedenken, «dass die Einhaltung besagter Maximaldistanz in einer weitläufigen Gemeinde mit so vielen Weilern unrealistisch ist». Vor diesem Hintergrund müsse man die Vernunft walten lassen und zu Kompromissen bereit sein.

Der Gemeinderat hat inzwischen beschlossen, am bestehenden Konzept festzuhalten und keine zusätzlichen Unterflurcontainer zu errichten. Sein Versprechen, für das Problem in Freihirten eine Lösung zu finden, kann Gehring trotzdem einlösen.

Container aus Kradolf-Schönenberg

«Eine Person aus Kradolf-Schönenberg hat vom Problem erfahren und überlässt uns nun kostenlos zwei 800-Liter Container», führt Gehring aus. Das Bauamt sei bereit, diese mobilen Behälter abzuholen und bei Bedarf in Freihirten aufzustellen. Für die Handhabung seien aber die Bewohner des Weilers selber verantwortlich.

Hängt der Haussegen in Hauptwil-Gottshaus damit nicht mehr schief? Es ist davon auszugehen, denn Jakob Grunder erklärt: «Ja, ich bin damit einverstanden, für mich stimmt diese Lösung.» Der streitbare Einwohner von Freihirten ist auch bereit, einen Container auf seinem Grund und Boden zu platzieren.

Jahreskarte oder Plombe

Um den KVA-Container benutzen zu können, muss entweder eine Jahresmarke (Preis: 2000 Franken) gelöst oder jeder volle Container mit einer Plombe (Einzelpreis: 45 Franken) versehen werden. Er wisse noch nicht, wofür man sich in Freihirten entscheiden wird, sagt Grunder.

Während das Problem in diesem Weiler also gelöst ist, gilt für Eberswil das Gegenteil. Dieser Ortschaft würde ebenfalls ein Unterflurcontainer zustehen, doch bis anhin ist niemand bereit, das erforderliche Land (vier Quadratmeter) zur Verfügung zu stellen.

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