Der Frauenverein Kreuzlingen feiert das 150-jährige Bestehen

An der Jubiläumsfeier lobte Stadträtin Dorena Raggenbass die Arbeit des Vereins früher und heute. «Eigentlich müsste es uneigennützig und nicht gemeinnützig heissen», sagt sie in ihrer Ansprache.

Kurt Peter
Drucken
Teilen
Theres Suter, Irene Eberle und Dorena Raggenbass. (Bild: Kurt Peter)

Theres Suter, Irene Eberle und Dorena Raggenbass. (Bild: Kurt Peter)

Im evangelischen Kirchgemeindehaus feierte der Gemeinnützige Frauenverein am Samstag sein 150-jähriges Bestehen. Präsidentin Irene Eberle begrüsst die Gäste. «Die Geschichte ist bekannt, die Chronik geschrieben», sagt sie. Deshalb nehme sie die Feier zum Anlass, den zwölf aktiven Frauen zu danken. Elsbeth Eppler, Christa Wiegand und Ursi Frei sind seit über 25 Jahren mit dabei, nach ihnen stiessen Regula Herzog, Renate Küchler, Anni Stoll, Doris Kellenberger, Lotti Merk, Hanni Todt, Rita Cieli, Margareta Spälti und Gabi Stocker dazu. «Sie stehen mit zur Seite und helfen, die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen.»

Stadträtin Dorena Raggenbass blickt in ihrer Festrede zurück: «Zur Gründungszeit existierte Kreuzlingen noch gar nicht und es ist ergreifend zu lesen, dass die Frauen die Not erkannten und mit dem Wenigen, das zur Verfügung stand, halfen». Sie spricht grosse Anerkennung aus für die Arbeit, die in 150 Jahren geleistet worden sei. Viele Familien hätten auf Unterstützung durch den Frauenverein zählen können. Immer wieder hätten sich Frauen für diese freiwillige Arbeit begeistern können. «Eigentlich müsste es uneigennützig und nicht gemeinnützig heissen», sagt Raggenbass.

«Es braucht's, also macht man's»

Die Grüsse des Kantonalvorstandes überbringt Theres Suter. Das Motto sei klar: «Es brauchts, also macht man es». Der Gemeinnützige Frauenverein habe im Grenzort Kreuzlingen zwei Weltkriege erlebt, keine einfache Situation. «Es waren kluge und umsichtige Frauen gefragt.»

Seit 1995 leite Irene Eberle den Kreuzlinger Verein und sie stehe vor den selben Problemen wie die kantonale Organisation: «Es wird zunehmend schwierig, Mitglieder zu finden, es ist eine andere Zeit und doch werden Armut und Notlagen immer noch verschwiegen».