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Frauenfeld gibt den Hauptwilern grünes Licht

Das lange Warten hat ein Ende: Die Gemeinde kann den Parkplatz an der Hauptstrasse errichten. Zur Verzögerung ist es wegen der zeitweiligen Unmöglichkeit gekommen, das betreffende Areal umzuzonen.
Georg Stelzner
Matthias Gehring, Gemeindepräsident von Hautwil-Gottshaus, blickt vom Büelholzliweg auf das Gelände für den neuen Parkplatz. (Bild: Reto Martin)

Matthias Gehring, Gemeindepräsident von Hautwil-Gottshaus, blickt vom Büelholzliweg auf das Gelände für den neuen Parkplatz. (Bild: Reto Martin)

Die Bank, auf welche das Projekt für einen öffentlichen Parkplatz an der Hauptstrasse geschoben wurde, war lang. Sehr lang sogar, wenn man bedenkt, dass die Gemeindeversammlung von Hauptwil-Gottshaus den erforderlichen 300 000-Franken-Kredit für den Landerwerb und die Baukosten bereits 2013 bewilligt hat.

Zum Verhängnis wurde der Gemeinde das Timing, das laut Gemeindepräsident Matthias Gehring suboptimal war. Kaum war das Projekt nämlich lanciert, kam es im Zuge der kantonalen Richtplanrevision zu einem dreijährigen Moratorium, das Umzonungen verunmöglichte.

Dies wirkte sich auf die Absicht des Gemeinderates insofern negativ aus, als die Umzonung des ins Auge gefassten Grundstücks von der Landwirtschaftszone in die öffentliche Zone vorerst nicht möglich war. «Wir sind in Frauenfeld vorstellig geworden und haben auf unser Anliegen hingewiesen, doch man hat uns klar zu verstehen gegeben, dass während des Moratoriums keine Bewilligung für eine Umzonung erteilt werden kann», sagt Gehring.

Die Realisierung ist im Jahr 2019 vorgesehen

So gingen die Jahre ins Land, und der Gemeindepräsident hatte die unangenehme Aufgabe, die Einwohner ein ums andere Mal vertrösten zu müssen. Umso grösser war das Aufatmen, als der Bundesrat im Frühsommer 2018 den revidierten Thurgauer Richtplan absegnete, was gleichbedeutend mit dem Ende des Moratoriums war.

«Die Bewilligung zur Umzonung haben wir vom Kanton dann sehr rasch erhalten», findet Gehring lobende Worte. Der Parkplatz soll im Laufe des nächsten Jahres errichtet und seiner Bestimmung übergeben werden. Das Projekt sieht vor, auf einer 1100 Quadratmeter grossen Fläche bei der Einmündung auf den Weiherdamm rund 30 Parkplätze zu errichten. Die Wiese entlang der Hauptstrasse ist schon bisher im Bedarfsfall als temporärer Parkplatz benutzt worden. «Wir durften immer wieder auf den Goodwill des Landbesitzers zählen», zeigt sich Gehring dankbar.

Grosser Parkplatzbedarf am Wochende

Der Standort für den geplanten Parkplatz ist nach Einschätzung des Gemeindepräsidenten ideal. Gehring verweist auf die Nähe des stark frequentierten Naherholungsgebiets sowie auf die unmittelbare Nachbarschaft der Schule, der evangelischen Kirche und der Weiherbadi. «Vor allem am Wochenende kann die Nachfrage nach Parkplätzen im Dorf recht gross sein», erklärt Gehring. Dies führe dazu, dass Fahrzeuge vorschriftswidrig abgestellt werden oder ortsansässige Automobilisten ihren angestammten Platz verlieren.

«Die Reklamationen der betroffenen Einwohner sind berechtigt und haben den Gemeinderat zum Handeln veranlasst», sagt Gehring. Leider sei es dann zur besagten Verzögerung des Projekts gekommen. Der Gemeinderat ist entschlossen, das weitere Vorgehen jetzt umgehend zu besprechen. Laut Gehring wird es im Rahmen der Detailplanung zu einer Änderung kommen. So sollen ein bis zwei Parkplätze zu Gunsten einer Ladestation für Elektrofahrzeuge und eines weiteren Unterflurcontainers geopfert werden.

Seitens des Kantons ist der Gemeinde signalisiert worden, dass der Belag des neuen Parkplatzes möglichst naturbelassen sein soll. Eine direkte Zufahrt via Hauptstrasse lehnt der Kanton aus Sicherheitsgründen bis jetzt ab. Die Gemeinde wiederum hat nicht vor, den neuen Parkplatz zu bewirtschaften. «Auch hier wird das kommunale Parkplatzreglement zur Anwendung kommen», betont Gehring. Das bedeutet, dass das gelegentliche, zeitlich beschränkte Abstellen von Fahrzeugen nichts kosten wird.

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