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Fotograf David Aeneas Giger stellt in Bischofszell aus

David Aeneas Giger lebt seit vier Jahren auf Bali. Während eines Heimaturlaubs gewährt er mit der Ausstellung «Close Up» in der Sittermühle einen Einblick in sein künstlerisches Schaffen als Fotograf.
Georg Stelzner
David Aeneas Giger, in Bischofszell aufgewachsener Fotograf, bereitet seine Ausstellung in der Sittermühle vor. (Bild: Donato Caspari)

David Aeneas Giger, in Bischofszell aufgewachsener Fotograf, bereitet seine Ausstellung in der Sittermühle vor. (Bild: Donato Caspari)

Es kommt nicht selten vor, dass David Aeneas Giger berichtigend eingreifen muss, wenn jemand seine Bilder zunächst für Gemälde hält. Giger bedient sich nicht des Pinsels, sondern der Fotokamera.

Indem er zwei Aufnahmen übereinander legt, erzielt er den für sein Kunstschaffen charakteristischen Verfremdungseffekt. Gigers Fotokunst erschliesst sich dem Betrachter nicht auf Anhieb – zu komplex sind die grossformatigen Werke farblich und inhaltlich. Umso grösser ist der Reiz, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Menschliche Blicke eingefangen

Giger hat sich seit der Ausstellung im August 2014 im Bischofszeller Rathaus insofern weiterentwickelt, als Mauern und Wände nicht mehr seine alleinigen Lieblingssujets sind.

Hinzugekommen sind Menschen. Rund um den Globus hält Giger Ausschau nach interessanten Gesichtern. Er bevorzugt die Nahaufnahme. Giger will, dass sein Gegenüber ihn anschaut, während er fotografiert.

Giger verwendet kein Teleobjektiv, was eine persönliche Kontakt- aufnahme erfordert. «Ich möchte so viel wie möglich von der ‹Tiefe› einer Person zeigen», erklärt Giger, der sich als Geschichten erzählender Fotograf betrachtet.

Kritischer Blick auf Europa

Die aktuelle Ausstellung zeigt rund 30 Aufnahmen, die alle in den letzten drei Jahren entstanden sind. Obwohl er auf Bali heimisch geworden ist und die dortige Kultur und Mentalität schätzen gelernt hat, kehrt Giger immer wieder gerne nach Bischofszell zurück.

Sein Blick auf die Schweiz sei inzwischen aber ein anderer, verrät der 38-Jährige. Phänomene in der Alten Welt wie Leistungsgesellschaft und Konsum sieht Giger zunehmend kritisch.

Anlässe in der Sittermühle am Bleicherweg 2d

Freitag, 5. Juli, ab 18.30 Uhr: Vernissage mit der Band The Rising Lights; Samstag, 6. Juli, ab 18 Uhr: Bratwurst und Bier; Sonntag, 7. Juli, ab 18 Uhr: Besucher werden Bestandteil eines Werks; Mittwoch, 10. Juli, ab 18 Uhr: Stammtisch mit Gesprächen und Wein; Freitag, 12. Juli, ab 18.30 Uhr: Finissage mit Bildvortrag über Gigers letzte Abenteuer. (st)

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