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In Weinfelden bleiben die Fördergelder aus dem Energiefonds liegen

Der Gemeinderat hat das Reglement zur Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz angepasst. In den drei Jahren seit Einführung wurden viel weniger Zuschüsse beantragt, als möglich gewesen wären.
Mario Testa
Die Gemeinde Weinfelden unterstützt energetische Sanierungen, beispielsweise blasbare Dämmungen. (Bild: Mario Testa)

Die Gemeinde Weinfelden unterstützt energetische Sanierungen, beispielsweise blasbare Dämmungen. (Bild: Mario Testa)

100'000 Franken pro Jahr fliessen in den Weinfelder Energiefonds. Diese Fördergelder können beantragt werden, wenn Bauherren bei Sanierungen beispielsweise eine Ölheizung durch eine Holzschnitzelheizung ersetzten, wenn sie thermische Solaranlagen aufs Dach montieren oder wenn sie energetisch ineffiziente Gebäude abbrechen lassen.

Abgeholt wurden in den ersten drei Jahren seit Bestehen des Fonds jedoch nur durchschnittlich 20000 Franken pro Jahr. «Den gewünschte Effekt haben wir nicht erreicht. Wir hätten erwartet, dass deutlich mehr Gelder beantragt werden», sagt Martin Belz, Chef des Bauamts. «Deshalb ist die Energiekommission über die Bücher und hat den Anhang des Reglements angepasst. Der Gemeinderat hat die Anpassungen genehmigt.»

Innerhalb der Liste der geförderten Massnahmen (siehe Kasten) gab es grosse Unterschiede in der Beliebtheit. Häufig beantragt wurde beispielsweise Zuschüsse an Gebäudeenergieausweise des Kantons (GEAK), gar nie beansprucht wurden hingegen Gelder für Beratungsdienstleistungen für Unternehmen. «Wir haben den Katalog der Fördermassnahmen deshalb angepasst, einen der bisher sechs Punkte gestrichen und vier neue hinzugefügt», sagt Martin Belz. Die Energiekommission habe sich dabei an den Vorgaben des kantonalen Förderprogramms orientiert.

«Gesparte Energie ist die beste Energie»

Der Schwerpunkt der Fördermassnahmen liege für die Energiestadt Weinfelden im Bereich der Gebäudesanierungen. «Nirgends gibt es ein so grosses Potenzial fürs Energiesparen, wie bei den Gebäuden. Gesparte Energie ist die beste Energie», sagt Belz. Im Zuge der Überarbeitung des Reglements hat die Kommission auch die Zuschüsse deutlich angehoben. «Diese betragen nun bis zu 30000 Franken, da Sanierungen in diesem Bereich mit hohem finanziellem Aufwand verbunden sind.»

Beiträge für neun Massnahmen

Im überarbeiteten Reglement über den Fonds zur Förderungen von erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz sind neuen Massnahmen aufgelistet, die Beitragsberechtigt sind. Fünf sind bestehende, vier neu. Beiträge können für folgende Massnahmen angefordert werden:
Bis zu 3000 Franken für thermische Sonnenkollektoren auf bestehenden Gebäuden.
Zusätzlich halber Kantonsbeitrag für Holzfeuerungen.
- 1000 Franken für den Ersatz von Elektro-Boilern.
- Bis zu 1000 Franken für Beratungsdienstleistungen für Hauseigentümer.
- 5000 Franken für den Abbruch energetisch ineffizienter Häuser.
- maximal 30000 Franken für Gebäudehüllensanierungen.
- maximal 30000 Franken für für Gebäudemodernisierungen nach GEAK-Effizienzklassen
- maximal 30000 Franken für Gesamtsanierungen nach Minergie-Standard.
- maximal 30000 Franken für Anschlüsse bestehender Gebäude an Wärmenetze.

Der Aufwand für ein Gesuch für Fördergelder ist relativ klein. Gesuchsteller müssen lediglich die Bescheinigung über Beiträge des Kantons bei der Gemeinde vorweisen, um von der lokalen Förderung zu profitieren. Weshalb die Gelder bislang eher zögerlich abgeholt wurden, weiss Martin Belz nicht. Er vermutet jedoch, dass einige gar nichts wussten vom Angebot der Gemeinde. «Das haben wir an der Messe Inhaus gemerkt, wo wir das Förderprogramm vorgestellt hatten.»

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