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Firmen in Kradolf und Schönenberg zahlen für Stromnetz

105 der insgesamt 2242 Stimmberechtigten haben am Dienstag an der Versammlung der Politischen Gemeinde teilgenommen. Sie genehmigten alle Anträge der Behörde.
Hannelore Bruderer
Gemeindepräsident Heinz Keller (Mitte) ehrt Remo D’Incau (20 Jahre Werkhof) und Andrea Sager (10 Jahre Verwaltung). (Bild: Hannelore Bruderer)

Gemeindepräsident Heinz Keller (Mitte) ehrt Remo D’Incau (20 Jahre Werkhof) und Andrea Sager (10 Jahre Verwaltung). (Bild: Hannelore Bruderer)

Nach einleitenden Erklärungen zum neuen Rechnungsmodell ging Gemeindepräsident Heinz Keller an der Gemeindeversammlung auf die Abweichungen in der Rechnung gegenüber dem Budget ein. Für das Jahr 2017 veranschlagte Kradolf-Schönenberg einen Verlust von 116100 Franken, erreicht wurde ein Gewinn von 267890 Franken. Nebst den Steuereinnahmen, die rund 35000 Franken über Budget lagen, fielen einige Bereiche auf der Aufwandseite tiefer aus als erwartet. So wurde unter anderem wegen Verzögerungen für die Revision Ortsplanung weniger ausgegeben und die Budgetposten für Sozialhilfe und Pflegefinanzierung mussten nicht voll ausgeschöpft werden. Mit dem Ja zur Rechnung folgten die Stimmbürger dem Antrag der Behörde, 200000 Franken des Gewinns in die Vorfinanzierung «Strassensanierung Buhwilerstrasse» zu buchen und den Rest dem Eigenkapital zuzuschlagen.

Rund eine Million Franken investiert

Ohne Diskussion genehmigten die Stimmbürger das Kreditbegehren über 289000 Franken zur Sanierung der Wasserleitung im Bereich Dorfstrasse/Bötschimühle in Buhwil. Dort wird die schadhafte Gussleitung aus den 1970er Jahren durch eine Kunststoffleitung ersetzt. Gleichzeitig erfolgt auch die Erneuerung diverser Hausanschlüsse. Mehr zu reden gab die Einführung einer Abgabe an das Gemeinwesen beim Elektrizitätswerk. Diese Konzessionsabgabe wird von Bezügern erhoben, die sich für einen anderen Stromlieferanten als das EW der Gemeinde entschieden haben. In der Gemeinde Kradolf-Schönenberg sind dies zwölf Firmen. Das Stromnetz werde von der Gemeinde unterhalten und von allen genutzt, auch jenen, die einen anderen Anbieter wählen würden, argumentierte Gemeinderat Peter Schrepfer. Mit dieser Abgabe werde die Gleichbehandlung wie vor der Marktöffnung wieder hergestellt. Ein Votant sprach von einer «Bestrafung der Firmen». Bei der Abstimmung folgte die Mehrheit dem Antrag der Gemeindebehörde, zwölf Stimmberechtigte waren dagegen. Obwohl es ihm nicht leicht gefallen sei, habe der Gemeinderat den Entscheid der Post, die Poststelle Kradolf aufzuheben, akzeptiert, erklärte Heinz Keller. Kradolf-Schönenberg wird eine Postagentur erhalten, die im Dorfladen in Schönenberg untergebracht sein wird.

Wasserpreis wird steigen

Gemeinderat Peter Schrepfer, zuständig für das Ressort Werkbetriebe, informierte die Stimmbürger über anstehende Änderungen bei der Berechnung des Wasserpreises, der seit 18 Jahren unverändert ist. In den nächsten 10 bis 15 Jahren rechnet die Gemeinde beim Wasserwerk mit Investitionen von rund einer halben Million Franken. Damit die Verschuldung gleich hoch bleibe wie bisher, sei ein Aufschlag von rund 30 Prozent nötig, sagte Schrepfer. Geändert werden soll auch das Verhältnis zwischen Grundgebühr (aktuell 25, neu 50 Prozent) und Verbrauch (aktuell 75, neu 50 Prozent). Auch nach den Änderungen seien die Wasserpreise in Kradolf-Schönenberg noch günstig, versicherte Schrepfer, was er mit einem Preisvergleich mit umliegenden Gemeinden belegte. (hab)

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