Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Interview

«In Kreuzlingen gibt es finanziell nicht mehr viel Luft nach oben»

In der Newcomer-Stafette werden Politik-Neulinge, die sich für einen Sitz im Gemeinderat von Kreuzlingen bewerben, vorgestellt. Die Wahl findet am 31. März statt. Die Kandidaten stellen sich die Fragen gegenseitig, in der Reihenfolge der Listennummern. Heute an der Reihe ist Fabrizio Ribezzi von der FDP. Er beantwortet Fragen von Séverine Schindler (SVP).
Nicole D'Orazio
Fabrizio Ribezzi kandidiert für die FDP für einen Sitz im Gemeinderat von Kreuzlingen. (Bild: PD)

Fabrizio Ribezzi kandidiert für die FDP für einen Sitz im Gemeinderat von Kreuzlingen. (Bild: PD)

Wie stehen Sie zu unserer Nettoverschuldung von 203 Prozent bis ins Jahr 2022?

Das Volk hat sich für das Stadthaus und das Freizeitbad entschieden und so sind die Projekte durchzuführen. Das wird Kreuzlingen viel Geld kosten, das wusste man. Für die kommenden Jahre erwarte ich, dass der Gemeinderat und der Stadtrat bei Projekten die Finanzierung besser analysieren und sparsamer mit Ausgaben umgehen. Meiner Meinung nach ist in nächster Zeit nicht mehr viel Luft nach oben.

Was kann Kreuzlingen für Anreize schaffen, damit sich das Gewerbe vermehrt in der Stadt niederlässt, und somit auch Arbeitsplätze schafft?

Es ist für Kreuzlingen wichtig, mehr Gewerbe in unsere Stadt zu holen. Dies können sehr gerne kleinere Geschäfte sein. Wobei ich glaube, dass dieser Bereich sich selbst erneuert. Das Augenmerk sollte auf mittelgrosse KMU und Grossfirmen gerichtet sein. Da bin ich für eine aktive Akquisition, sprich die Firmen angehen und das Gespräch suchen.

Es ist ein Verkaufsgespräch, das als Grundlage unsere verkehrstechnisch perfekte Lage hat. Aber ohne Land geht nicht viel. Die Ortsplanungskommission muss neue Gewerbe- und Industriezonen auftun.

Wie sieht für Sie die perfekte Lösung am Boulevard aus?

Es gibt heute keine perfekte Lösung für den Boulevard. Wir haben jahrelang versucht, aus der ehemaligen Hauptstrasse einen Boulevard zu machen. Dabei fehlt uns dafür jegliche Grundlage. Es ist keine breite, repräsentative, von grossen Bäumen gesäumte Prachtstrasse. Das war sie vor dem Umbau noch eher. Den Boulevard so zum Thema zu machen, war meiner Meinung nach falsch.

Bevor wir nicht die geplanten flankierenden Massnahmen und Projekte wie den Busbahnhof, das Stadthaus, die Sonnen- oder die Marktstrasse realisiert haben, muss man die Hauptstrasse wieder öffnen. Sonst hinterfragen wir jedes Mal, wenn eine Baustelle abgeschlossen ist, ob nun der Verkehr doch nicht anders verlaufen sollte. Dafür darf kein Geld mehr verschwendet werden. Die Hauptstrasse wird schon noch ihre Bezeichnung Boulevard bekommen, jedoch nicht heute. Alles andere ist nur stures Festhalten an einer Zukunftsvision.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.