Fest der Liebe in der Güttingersreuti: HC Thurgau realisiert elften Heimsieg in Folge

Der HC Thurgau lässt im Swiss-League-Spiel gegen den EHC Winterthur viele Chance ungenutzt, gewinnt aber dennoch 3:2 nach Verlängerung. Damit bleiben die Ostschweizer im fünften Spiel hintereinander unbesiegt. Vor eigenem Publikum ist die Erfolgsserie des HCT noch eindrücklicher.

Thomas Ammann
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1842 Zuschauer bekundeten im letzten Spiel vor Weihnachten ihre Liebe zum HC Thurgau. Das Team dankte es mit dem elften Heimsieg in Serie.

1842 Zuschauer bekundeten im letzten Spiel vor Weihnachten ihre Liebe zum HC Thurgau. Das Team dankte es mit dem elften Heimsieg in Serie.

Bild: Mario Gaccioli

Mit dem zehnten Heimsieg in Folge hatte der HC Thurgau am Samstag Geschichte geschrieben. Gegen den Zweitletzten EHC Winterthur sollte diese eindrückliche Serie seine Fortsetzung finden.

Doch Thurgau startete für seine Verhältnisse gemächlich in die Partie. Geweckt wurden sie erst nach sieben Minuten, als der ehemalige Thurgauer Adrian Brunner aus dem Nichts das 0:1 erzielte. Sein Schuss von der blauen Linie schien indes nicht unhaltbar, flog er doch zwischen Schoner und Arm von Janick Schwendener ins Tor.

Klares Chancenplus für die Thurgauer

Nach diesem Paukenschlag stempelte dann auch der HC Thurgau ein. Er setzte Winterthur früh unter Druck, kam zu zahlreichen Abschlüssen und erarbeitete sich ein klares Chancenplus. Janik Loosli traf in der 14. Minute nach einem Abpraller nur den Pfosten. Loosli alleine scheiterte bis Spielhälfte dreimal völlig freistehend vor dem gegnerischen Tor.

Es war schliesslich Melvin Merola, der in der 28. Minute in Überzahl den Bann brach. Gegen seinen satten Schuss von der blauen Linie konnte Winterthur-Torhüter Tim Guggisberg nichts ausrichten. Gegen alle anderen Abschlüsse der Thurgauer wehrte er sich jedoch lange erfolgreich – der 22-Jährige zeigte eine überragende Leistung. Die Thurgauer auf der anderen Seite überboten sich gegenseitig im Auslassen bester Gelegenheiten. Die Effizienz liessen die Ostschweizer schmerzlich vermissen.

Kämpferische Gäste verdienen sich Punkt

Die Gäste kamen über weite Strecken der Partie kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Doch Winterthur gilt es trotzdem ein Kränzchen zu winden. Trotz spielerischer Unterlegenheit kämpften die Zürcher aufopfernd, warfen sich in jeden Schuss und schirmten das eigene Tor mit Mann und Maus ab. Belohnt wurden sie dafür kurz nach dem Start des Schlussdrittels, als Mischa Bleiker Winterthur nach einem energischen Vorstoss von Michael Roos sogar wieder in Führung brachte.

Topskorer Kellen Jones (rechts, gegen Winterthurs Tim Wieser) erzielte in der Verlängerung das siegbringende 3:2.

Topskorer Kellen Jones (rechts, gegen Winterthurs Tim Wieser) erzielte in der Verlängerung das siegbringende 3:2.

Mario Gaccioli

Am Ende reichte dies jedoch nicht, um den elften Heimsieg in Serie für den HC Thurgau zu verhindern. Connor Jones traf in der 49. Minute aus der Drehung zum neuerlichen Ausgleich. Immerhin rettete Winterthur das Unentschieden in die Verlängerung, da die Ostschweizer bis zuletzt äusserst fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen. In der Verlängerung dauerte es dann nur 19 Sekunden, ehe Topskorer Kellen Jones ein Solo über das halbe Spielfeld mit dem Siegtreffer krönte.

Thurgau – Winterthur 3:2 n. V. (0:1, 1:0, 1:1)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1842 Zuschauer – SR Hendry/Anna Maria Wiegand, Ammann/Bachelut.
Tore: 8. Brunner (Monnet) 0:1. 28. Merola (Kellen Jones, Connor Jones/Ausschluss Lazarevs) 1:1. 42. Bleiker (Roos) 1:2. 49. Connor Jones (Seiler, Kellen Jones) 2:2. 61. (60:19) Kellen Jones (Connor Jones) 3:2.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 7-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Thurgau: Schwendener; Parati, Seiler; Wildhaber, Scheidegger; Collenberg, Fechtig; Engeler, Steinauer; Altorfer, Connor Jones, Kellen Jones; Hobi, Rundqvist, Merola; Frei, Brändli, Janik Loosli; Moser, Niedermaier, Zanzi.
Winterthur: Guggisberg; Küng, Raggi; Roos, Sigg; Pozzorini, Schmutz; Blaser, Hänggi; Brace, Torquato, Wieser; Bozon, Brunner, Monnet; Bleiker, Mason, Allevi; Zahner, Alihodzic, Lazarevs.
Bemerkungen: Thurgau ohne Hollenstein (verletzt), Rehak, Michael Loosli (beide Rapperswil-Jona/NLA) und Kellenberger (überzählig). – 14. Pfostenschuss Janik Loosli. 28. Pfostenschuss Altorfer. – 59:03 Time-out Thurgau.