Gemeinderatswahlen

Felix Herzog liegt nach dem ersten Wahlgang in Ermatingen vorne

Dem 31-Jährigen haben die Misstöne im Wahlkampf nicht geschadet. Für das absolute Mehr hat es aber nicht gereicht.

Martina Eggenberger Lenz
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Darf aus der Pole Position dem 7. März entgegen blicken: Felix Herzog.

Darf aus der Pole Position dem 7. März entgegen blicken: Felix Herzog.

Bild: PD

Bei den Ersatzwahlen für den frei werdenden Sitz im Ermatinger Gemeinderat kam es gestern erwartungsgemäss zu keinem Entscheid. Die drei Kandidaten verpassten das absolute Mehr, was wahrscheinlich primär daran lag, dass sie sich alle erst kurz vor der Wahl meldeten, zu einem Zeitpunkt, wo bereits viele Stimmbürger brieflich abgestimmt hatten.

Am meisten Stimmen konnte Felix Herzog für sich gewinnen. Der im Dorf verwurzelte junge Chefmonteur Sanitär kam auf 262 Stimmen. Immerhin 146 Stimmen konnte Fabian Munz auf sich vereinen. Abgeschlagen ist Hans Peter Neuweiler mit nur 32 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 321 Stimmen, 640 Stimmen waren gültig. 200 Stimmen gingen für Vereinzelte ein, was aber in Anbetracht der Tatsache, dass die Kandidaturen erst zwei Wochen vor dem Wahltermin bekannt gegeben wurden, nicht erstaunt. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 40 Prozent.

Fabian Munz überlegt, ob er noch einmal antritt

Felix Herzog zeigte sich auf Anfrage sehr erfreut über sein gutes Resultat. Er meinte, er wolle nun vorwärts schauen in Richtung 7. März, dem Datum für den zweiten Wahlgang. Fabian Munz erklärte, es sei schön, dass ihn fast 150 Personen gewählt hätten. Den Entscheid, ob er erneut zur Verfügung stehen wird, liess Munz am Sonntag aber noch offen. Er werde sich das gut überlegen, «denn ich bin ja eigentlich angetreten, weil es keinen Kandidaten gab.» Jetzt sei die Ausgangslage eine andere.

Im Vorfeld der Wahl gab es im Dorf Diskussionen, weil drei amtierende Gemeinderäte auf einem Flyer Partei für Felix Herzog ergriffen hatten. Dafür entschuldigten sie sich offiziell. Das sei so nicht abgemacht gewesen.