Fasnacht in Romanshorn: Schnitzelbänkler, ein Umzug und ein letzter närrischer Gottesdienst mit Gaby Zimmermann

Dieses Wochenende geht es los mit der Fasnacht in der Hafenstadt. Vieles ist wie immer. Aber eines ist ganz anderes. Die katholische Gemeindeleiterin zieht nach über 20 Jahren zum letzten Mal in der katholischen Kirche die Narrenkappe an.

Markus Schoch
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Die Schnitzelbänkler des FC Romanshorn. (Bild: PD)

Die Schnitzelbänkler des FC Romanshorn. (Bild: PD)

Der Narrenabend ist zwar nach längerem Siechtum und erfolglosen Wiederbelebungsversuchen seit zwei Jahren Geschichte. Die Fasnacht lebt aber weiter in der Hafenstadt. Zu verdanken ist das unter anderem den Schnitzelbänklern des FC Romanshorn, die seit 27 Jahren auf Tournee gehen.

Infos zu den Auftritten der Schnitzelbänkler: www.fcromanshorn.ch/Schnitzelbänkler

Bis zum 15. März sind sie wieder in der Region unterwegs. Ihr aktuelles Programm heisst «Mehr sind no do...?» und ist unter anderem vom Lädelisterben, verschwundenen Brunnen und personellen Wechseln im Romanshorner Stadtrat inspiriert. Zwei neue Mitglieder sind zur Gruppe gestossen: Martin «Märä» Müller und sein Bruder Erich Müller singen erstmals mit.

500 Teilnehmer am Umzug

Ein buntes Huhn am Fasnachtsumzug. (Bild: Hannes Thalmann)

Ein buntes Huhn am Fasnachtsumzug. (Bild: Hannes Thalmann)

Anzutreffen sind die Schnitzelbänkler auch am kommenden Sonntag beim traditionellen Fasnachtsumzug, der um 14.14 Uhr mit drei Böllerschüssen startet. Die Route führt über die Bahnhofs- Schul- Keuz- und weiter auf die Bahnhofstrasse zurück zur Huebzelg. Ab 12.00 Uhr findet ein Warm-Up beim Festplatz Huebzelg statt. Es gibt Würste und verschiedene warme und kalte Getränke zu kaufen. Der Eintritt ist gratis, die Veranstalter von der Romishorner Fasnacht sind aber dankbar für eine Kollekte ins Kässeli.

Für buntes Treiben am Umzug sorgen 18 Gruppen mit insgesamt 500 Personen. Einen besonders weiten Weg auf sich nehmen die Hohbarrer Deifel aus dem Elsass. Ihre handgeschnitzten schwarzen Teufelsmasken mit fellartigen Maskentuch und dem schwarzem Häs mit Flammenmuster werden die Blicke auf sich ziehen. Die Schlipfloch-Clique mit ihren Holzmasken reist aus Altendorf an. Die Gemeinde am Züriobersee gilt als die Innerschweizer Fasnachtshochburg.

Es geht weiter mit dem Fasnachtsgottesdienst

Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann. (Bild: PD)

Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann. (Bild: PD)

Den Abschluss der Fasnachtsveranstaltungen in Romanshorn macht am 3. März der Fasnachtsgottesdienst («Es war einmal...») um 10.15 Uhr in der katholischen Kirche. Es wird nach über 20 Jahren der letzte sein von Gaby Zimmermann, die im August die Leitung der katholischen Kirchgemeinde abgibt. Es wird aber nicht der letzte Fasnachtsgottesdienst in Romanshorn bleiben. Zimmermanns Nachfolgerin, Anne Zorell Gross, wird die Tradition weiter führen. Für sie sind Guggen in der Kirche nichts Neues. Zorell Gross gestaltet bereits heute mit ihnen in Ermatingen Gottesdienste.

Bild vom Fasnachtsgottesdienst in der katholischen Kirche. (Bid: Markus Bösch)

Bild vom Fasnachtsgottesdienst in der katholischen Kirche. (Bid: Markus Bösch)