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Fahrende wollen auf der Wiese von Ulrich Kesselring bleiben

Seit zwei Wochen campieren Fahrende in Hefenhofen. Gestern ist die Aufenthaltsbewilligung abgelaufen. Von einem Aufbruch ist aber nichts zu sehen.
Sabrina Bächi
Auf einer Wiese von Ulrich Kesselring stehen derzeit rund 30 Camper. Links ist der Hof von Kesselring, rechts das Grundstück von Bruno Straub. Er ärgert sich über die Situation mit den Fahrenden. (Bild: Donato Caspari)

Auf einer Wiese von Ulrich Kesselring stehen derzeit rund 30 Camper. Links ist der Hof von Kesselring, rechts das Grundstück von Bruno Straub. Er ärgert sich über die Situation mit den Fahrenden. (Bild: Donato Caspari)

Etwa 30 Camper stehen auf der Wiese von Ulrich Kesselring in Brüschwil bei Hefenhofen. Es sind Fahrende, die sich seit zwei Wochen auf der Wiese des Landwirts eingerichtet haben. Die Aufenthaltsbewilligung der Gemeinde ist eigentlich am Dienstag abgelaufen. Am Dienstagabend deutete aber nichts darauf hin, dass die Fahrenden weiterziehen.

Nachbar Bruno Straub wird ein längerer Aufenthalt der Fahrenden nicht freuen. «Es geht mir ans Lebendige», sagt er. Lärm, Abfall und Belästigungen zerren an seinen Nerven. Am Samstag musste die Polizei intervenieren. Straub meldete einen Diebstahl von 13 Vignetten. Doch aufgrund fehlender Beweise kam es zu keiner Anzeige gegen die Fahrenden. «Die Polizei hat mit beiden Parteien gesprochen und versucht, die Situation zu deeskalieren», sagt Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei. Seither habe sich die Situation beruhigt, sagt auch Straub.

Gemeinde und Polizei behalten die Lage im Blick

Unmengen von Abfall, die in der Nähe seines Grundstücks herumlagen, wurden mittlerweile ebenfalls weggeräumt. Auch die Notstromaggregate stellen die Fahrenden in der Nacht ab. Dennoch: Der Aufwand, um die Ruhe zu wahren, ist gross. «Die Gemeinde ist oft vor Ort, und die Polizei patrouilliert regelmässig», sagt Straub. Auf Anfrage bestätigt Andreas Diethelm, Gemeindepräsident von Hefenhofen, dass er öfters vor Ort war. Auch die Polizei führt seit dem Wochenende vermehrt Kontrollfahrten zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten durch, versichert Mario Christen.

«An das Platzverbot auf meinem Grundstück halten sich die Fahrenden mittlerweile», sagt Straub. Die Polizei hat ihm geraten, über Nacht das Flutlicht auf seinem Platz anzulassen und alles abzusperren. Doch auch wenn mittlerweile vieles geregelt ist und gut funktioniert, hat sich Straub einen Anwalt genommen und überlegt sich weitere Schritte. Ob es noch zu einer Anzeige kommt, weiss er nicht. Eben so wenig weiss er, wie lange die Fahrenden noch vor seiner Haustüre campieren. Denn den Aufenthalt mit den Fahrenden regelt die Gemeinde mit dem Grundstückbesitzer Ulrich Kesselring.

Gesuch für Verlängerung des Aufenthalts

Die aktuelle Entwicklung bei den Fahrenden in Hefenhofen ist, dass sie am Dienstagvormittag ein Gesuch bei der Gemeinde eingereicht haben, um weitere zehn Tage auf dem Gelände zu bleiben. «Der Gemeinderat hat darüber diskutiert und einen Entscheid gefällt», sagt Gemeindepräsident Andreas Diethelm. Der Entscheid werde dem Grundstückbesitzer mitgeteilt, sobald das Schreiben der Gemeinde fertig sei.

An der nächsten Sitzung wird der Gemeinderat darüber diskutieren, wie in Zukunft mit Bewilligungen für Fahrende umgegangen wird. «Wir hatten schon oft Fahrende auf dem Gemeindegebiet, die keine Probleme gemacht haben», sagt Diethelm. Die aktuellen Ereignisse hätten aber sicher einen Einfluss auf die Entscheidung. «Wir nehmen die Situation sehr ernst, es geht schliesslich auch um den Zusammenhalt in der Gemeinde», sagt der Präsident. Miteinander zu sprechen und eine Lösung zu finden sei immer das Ziel. Bruno Straub denkt, dass es die nächsten Fahrenden schwerer haben, eine Bewilligung zu erhalten.

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