«Essen soll ein Genuss sein» – Fabrizio Trevisan kocht im Kradolfer «Rosengarten» traditionelle Speisen

Das Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Rosengarten in Kradolf hat einen neuen Küchenchef. Der Einstand ist gelungen: Fabrizio Trevisans Kochkünste finden bei den Gästen Anklang.

Christof Lampart
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Ein zufriedenes Trio: Gast Franz Haupt, Geschäftsführer Daniel Kübler und Fabrizio Trevisan, der neue Küchenchef.

Ein zufriedenes Trio: Gast Franz Haupt, Geschäftsführer Daniel Kübler und Fabrizio Trevisan, der neue Küchenchef.

Bild: Christof Lampart

Fabrizio Trevisans «Stammhaus» ist seit zwölf Jahren das Wohn- und Pflegezentrum Tertianum Zedernpark in Weinfelden. Doch seine Kochkünste sprachen sich im Laufe der Zeit herum. Vor rund einem Jahr kam das «Schloss Berg» zu seinem Portfolio hinzu, und seit kurzem sorgt er nun auch für das leibliche Wohl im Kradolfer «Rosengarten».

Somit verlassen jeden Tag zweimal rund 145 Gerichte seine Küche. «Wir haben das Glück, dass die Küche schon beim Bau sehr grosszügig dimensioniert und eingerichtet war, sodass wir den markanten Zuwachs an Mahlzeiten jetzt zum Glück problemlos verarbeiten können», erklärt Trevisan.

Rückmeldungen der Gäste sind ihm wichtig

Kulinarisch ein Vollblutitaliener, schätzt Fabrizio Trevisan selbstredend die mediterrane Küche – aber nicht nur. «Meine Menus müssen leicht und bekömmlich sein, wobei ich gerne traditionelle Gerichte koche und diese dann nach Möglichkeit an den Geschmack unserer Gäste anpasse. Rückmeldungen meiner Gäste sind mir sehr wichtig. Und auch auf besondere Wünsche gehe ich gerne ein, wenn es mir möglich ist», führt Trevisan aus.

Wer mit Fabrizio Trevisan ins Gespräch kommt, erlebt einen überaus bodenständigen und humorvollen Menschen, der nicht nur passioniert kocht, sondern vor allem sehr gerne mit Menschen zu tun hat. «Ich versuche, mich immer in die Situation des Gegenübers hineinzuversetzen – sei es nun ein Mitarbeiter oder ein Gast», erläutert Trevisan.

Kompliment für den neuen Küchenchef

Zu den Gästen zählt seit kurzem auch der 86-jährige Franz Haupt. Früher selbst Gastronom – er führte zusammen mit seiner Frau während 28 Jahren ein Hotel in Leysin –, weiss er Tre- visans Küche zu schätzen.

«Ich wohne zwar erst seit sechs Wochen hier, aber meine Frau doch schon seit zwei einem Dreivierteljahr. Ich habe also den Unterschied zwischen dem Vorher und dem Jetzt direkt mitbekommen, und darf heute sagen: Das sind Welten! Nicht nur, dass die Küche mittlerweile wesentlich abwechslungsreicher geworden ist, sondern es wird unter der Leitung des neuen Küchenchefs auch richtig gekocht. Heute kommt ein Geschnetzeltes auch als Geschnetzeltes daher, und nicht als Ragout», erläutert ein sichtlich zufriedener Franz Haupt.

Mehr als nur den Hunger stillen

Ebenso ist «Rosengarten»-Geschäftsführer Daniel Kübler, der in Personalunion auch den «Zedernpark» in Weinfelden leitet, von Fabrizio Trevisans Kochkünsten angetan. Das Essen werde für viele Menschen, je älter sie werden, immer wichtiger, erklärt Kübler.

Das Essen sei etwas, an dem die Seniorinnen und Senioren auch im hohen Alter noch lange Freude hätten, während vieles andere – wie zum Beispiel Sporttreiben – aus verschiedenen Gründen nicht mehr gehe. «Dementsprechend zentral ist es, dass das Essen ein Genuss ist und nicht einfach eine Sättigung, ein Stillen des Hungers. In dieser Hinsicht haben wir mit Fabrizio Trevisan und seinem hervorragenden Team wirklich viel Glück», sagt Kübler.