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Die Musikschule Weinfelden ist auf Expansionskurs Richtung Süden

Mit den Musikvereinen Mettlen und Wuppenau vergrössert die Musikschule Weinfelden ihre Nachwuchsausbildung. Für die Vereine bedeutet die Zusammenarbeit weniger Bürokram bei mehr Struktur.
Mario Testa
Musikschulleiter Andreas Schweizer stösst mit den Vereinspräsidenten Christina Schönholzer und Felix Weder auf die Zusammenarbeit an. (Bild: Mario Testa)

Musikschulleiter Andreas Schweizer stösst mit den Vereinspräsidenten Christina Schönholzer und Felix Weder auf die Zusammenarbeit an. (Bild: Mario Testa)

Mit einem Glas Wein stossen die Vereinspräsidenten der Musikgesellschaften aus Mettlen und Wuppenau mit dem Musikschulleiter an. Ab 1. August ist die Musikschule Weinfelden für den Musikunterricht der Kinder und Jugendlichen im Einzugsgebiet der beiden Vereine zuständig. Den Vertrag für die Zusammenarbeit haben die drei Parteien letzte Woche unterzeichnet.

«Wir arbeiten bereits mit den Musikvereinen aus Weinfelden, Berg, Bürglen und Märwil zusammen, nun kommen zwei weitere Vereine hinzu», sagt Andreas Schweizer, Leiter der Musikschule Weinfelden. «Für die Förderung des Blasmusikwesens ist die Zusammenarbeit mit den Vereinen wichtig. Unser Ziel ist es immer, dass wenn Kinder und Jugendliche ein Instrument erlernen, sie es ihr Leben lang mit Freude weiterspielen.»

Vereine geben die Administration ab

Christina Schönholzer-Widler, Präsidentin der Musikgesellschaft Helvetia Mettlen erhofft sich vor allem weniger administrativen Aufwand, nun da die Musikschule Weinfelden den Musikunterricht der Kinder und Jugendlichen managt. «Bisher mussten wir alles selber abrechnen; für jedes Kind, für jeden Musiklehrer. Nun übernimmt das die Musikschule und wir kriegen noch eine Rechnung. Dazu profitieren wir vom Netzwerk der Musikschule und ihrer Verbindungen zu den öffentlichen Schulen», sagt Schönholzer. «Etwas Respekt habe ich vor der Werbung. Da macht die Musikschule Vorgaben, wie die ablaufen soll.»

Weinfelder Musiklehrer fahren in die Dörfer

Auch wenn der Musikunterricht für die Kinder und Jugendlichen aus Mettlen und Wuppenau nun von der Musikschule Weinfelden organisiert wird, müssen sie nicht extra in den Bezirkshauptort reisen für die Musikstunden. «Der Unterricht soll weiterhin in den Aussengemeinden stattfinden», sagt Andreas Schweizer. «Wir sind froh um die Probelokale der Vereine und eventuell Schulräume für den Unterricht. Bei uns hat es kaum noch Platz».

Felix Weder, Präsident der Musikgesellschaft Wuppenau sieht ebenfalls einige Vorteile in der Zusammenarbeit mit der Musikschule Weinfelden. «Die Musikschule hat viel mehr Programme im Angebot, als wir sie als kleiner Verein bieten könnten, das macht unser Hobby attraktiver auch für die Jungen», sagt er. «Wir gehören ja zur Gemeinde Bussnang und haben da schon länger eine Zusammenarbeit mit der Schule gesucht, das hat aber noch nicht geklappt. Nun da wir mit der Musikschule Weinfelden zusammenarbeiten hoffen wir, diesen Knoten zu lösen.»

Musikschule und Volkschulen arbeiten zusammen

Diverse Schulgemeinden aus der Region zahlen Beiträge an die Musikschule. Dazu gehören die Primarschule Bussnang-Rothenhausen und ab dem 1. August auch die Volksschulgemeinde Nollen, also die Schulgemeinden, aus deren Gebiet die beiden Musikgesellschaften ihr Nachwuchs rekrutieren. So können sie ihren Jugendlichen vergünstigten Musikunterricht anbieten. «Wir arbeiten aber auch mit Vereinen zusammen, wenn ihre Schulgemeinden nicht Partner von uns sind», sagt Andreas Schweizer. Günstiger werde der Unterricht für die Mettler und Wuppenauer Kinder ohnehin. «Als Musikschule haben wir einen Basisaufwand, der sich besser aufteilen lässt, je mehr Kinder bei uns musizieren, tanzen oder singen.»

Angst, dass die Vereine nun ganz unter der Fuchtel der Musikschule stünden und nicht mehr autonom ihre Programme gestalten könnten, müssten diese nicht haben, sagt Andreas Schweizer. «Ich vergleiche es gerne mit dem Bergstiegen. Und so gesehen lassen wir sie am langen Seil. Sie haben weiterhin einen grossen Aktionsspielraum.» Die MG Mettlen und MG Wuppenau arbeiten beim Nachwuchsorchester bereits zusammen. In der Miniband spielen dort ihre Jugendlichen zusammen. «Diese Formation werden wir beibehalten», sagt Christina Schönholzer. Derzeit sind bei beiden Vereinen zusammen etwa 20 Jugendliche und Kinder in Ausbildung.

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