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Evangelisch Kreuzlingen wählt ein junges Pfarrehepaar

Die evangelische Kirchgemeindeversammlung hat sich mit der Nachfolge von Andrea Stüven befasst. Angela und Stefan Hochstrasser übernehmen im August 2020.
Judith Schuck
Sind nach der langen Versammlung erleichtert: Präsident Thomas Leuch, Vizepräsidentin Pascale Wallroth und Vorsteherschaftsmitglied Heinz Lanz. (Bild: Judith Schuck)

Sind nach der langen Versammlung erleichtert: Präsident Thomas Leuch, Vizepräsidentin Pascale Wallroth und Vorsteherschaftsmitglied Heinz Lanz. (Bild: Judith Schuck)

Gleich zu Beginn legte Thomas Leuch, Präsident der evangelischen Kirchenvorsteherschaft, Regeln vor: maximal zwei Minuten Redezeit und keine Wiederholungen. Daran mussten zwei spitzfindige Gemeindemitglieder in der zweieinhalbstündigen Sitzung oft erinnert werden. Highlight des Abends war die Vorstellung der Anwärter für die Neubesetzung der Pfarramtsstelle. Andrea Stüven tritt nach 20 Jahren Dienst als Pfarrerin in der Gemeinde im Sommer ihren Ruhestand an. Als Nachfolger wählte die Gemeinde gleich zwei, obwohl diese nicht einmal physisch vor Ort sein konnten: Das Theologenpaar Angela und Stefan Hochstrasser stellte sich in einem Videoclip vor und wurde via Skype auf die Leinwand ins Kirchgemeindehaus gebeamt, um von Guatemala aus Fragen zu beantworten. Dort arbeiten sie als Theologielehrer bei der überkonfessionellen Organisation Latin Link. «Unsere Familie ist auch zur Hälfte guatemaltekisch », erzählte Angela Hochstrasser, die aus Kreuzlingen stammt und manchen von der Jugendarbeit bekannt war, denn sie hätten zwei Kinder adoptiert. Ihr Schwerpunkt in der Gemeinde werden Kinder, Jugend und Familie sein. Angela und Stefan Hochstrasser werden sich ein 100-Prozent-Pensum teilen. Der Haken sei, dass die beiden erst ab August 2020 die Stelle antreten könnten, meinte Leuch, doch zeigte er sich überzeugt von der Wahl: «Sie werden sicherlich frischen Wind in die Gemeinde bringen.»

Mit der Wahl warten, bis die beiden anwesend sind

Susanne Dschulnigg, Leuchs Vorgängerin als Präsidentin, beantragte, die Wahl zu verschieben, bis sich das Ehepaar am 1. September 2019 persönlich vorgestellt habe. Dieser Antrag wurde grossmehrheitlich abgelehnt. Die 72 Stimmberechtigten waren für die sofortige Abstimmung und entschieden sich mit 61 Ja für Angela und 60 Ja für Stefan Hochstrasser bei 6 leeren und 5 ungültigen Stimmzetteln für das Pfarrerpaar. Neu in die Synode wählte die Gemeinde mit 37 Stimmen Heinz Lanz, der gegen Walter Studer antrat. Der Pflegefachmann ist seit drei Jahren in der Kirchenvorsteherschaft. Zur Niederlage bezüglich der Sanierung des Gemeindehauses für 8,5 Millionen Franken wollte sich Leuch zum aktuell nicht äussern. «Es ist mir noch zu früh, Fragen zu beantworten.» Doch ein paar Worte dazu wollte er loswerden: «Wir müssen der Tatsache ins Auge blicken, dass wir um eine Sanierung nicht drumherum kommen.» Ohne Geld könne dies nicht geschehen. Seiner Meinung nach bedürfe es dafür eines Sanierungsfonds und einer Steuererhöhung.

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