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SP Kreuzlingen favorisiert eine schrittweise Lösung

Der Versuchsabbruch im Kreuzlinger Boulevard ist für die SP-Mitglieder ein «nachvollziehbarer Fehlentscheid». Ginge es nach ihnen, müsste die Stadt jetzt unbedingt mit Fachpersonen etappenweise eine Lösung entwickeln.
Viviane Vogel
SP-Mitglied Walo Abegglen, Ortsparteipräsident Cyrill Huber und Gemeinderat Markus Brüllmann posieren am Boulevard. (Bild: Viviane Vogel)

SP-Mitglied Walo Abegglen, Ortsparteipräsident Cyrill Huber und Gemeinderat Markus Brüllmann posieren am Boulevard. (Bild: Viviane Vogel)

«Der Begriff Boulevard ist für uns mittelfristig gestorben.» Walo Abegglen, Mitglied der SP Kreuzlingen, sprach an einer Pressekonferenz am Mittwoch von der Enttäuschung der Partei. Die Kommunikation, die Vorbereitungen, die Erklärungen, die Mühen bei der Signalisation – alles sei seitens der Stadt nur ungenau durchgeführt worden. «Als hätte man nie so richtig daran geglaubt», findet Abegglen.

Den Mitgliedern der Initiative für einen autofreien Boulevard gibt Abegglen insofern Recht, als dass die ersten Resultate nach vier Monaten auf keinen Fall einen Abbruch angezeigt hätten. Auch Gemeinderat Markus Brüllmann sieht es so. «70 Prozent der Fahrzeuge im Boulevard gehören zu einem reinen Durchgangsverkehr. Im Versuch war zumindest das Teilziel, diesen Verkehr wegzubringen, zur Gänze erfüllt gewesen.» Unterdessen hat Stadtrat Ernst Zülle kreative Ideen angekündigt (unsere Zeitung berichtete). Brüllmann zweifelt an der Effektivität dieser Zielsetzung. «Wir haben in der ganzen Zeit nie kreative Ideen zum Boulevard gehört.»

Regel braucht flankierende Massnahmen

Der Zeitpunkt für kreative Ideen war da, als es um die Signalisation ging. «Der Start des Versuchs war halbherzig», sagt Ortsparteipräsident Cyrill Huber. «Man hat es regelkonform gehandhabt, aber nicht daran gedacht, dass man das Ganze begleiten muss.» Die Stadt hätte die Gewerbler für die Sache gewinnen und flankierende Massnahmen vornehmen müssen, um auch die Bevölkerung bei der Hand zu nehmen. Die SP hatte schon 2013 eine Studie in Auftrag gegeben. Dort wurde erarbeitet, was es braucht, um den Boulevard aufzuwerten. Zum Beispiel diskutiert die Arbeit die ungenügende Platzgestaltung, die sich zu wenig von einer Strasse abhebt. Am Hafenbahnhof wurden zu genau diesem Zweck blaue Punkte auf den Boden gemalt. Das wirkt verkehrsberuhigend, weil man sich als Autofahrer fragt, ob man da überhaupt fahren darf.

«Der runde Tisch ist reine Politik», erklärt Huber. Zuerst bräuchte es aber Expertenwissen. Die Strategie müsse fortan sein, sich etappenweise einer Lösung zu nähern. Es brauche keine fertige Antwort von vornherein, darin sind sich die Mitglieder einig. Es müssen aber alle Betroffenen auf derselben Seite stehen.

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