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Gabi Coray fordert mehr Polizei im Einsatz gegen ungebetene Gäste

Gabi Coray aus Mauren hat am Dienstagmorgen eigenhändig ungebetene, campierende Gäste aus einer ihrer Apfelplantagen verscheucht. Sie sieht die allgemeine Sicherheit gefährdet, wenn nicht bald mehr Polizisten zur Verfügung stehen.
Mario Testa
Auf dieser Wiese zwischen den Apfelbäumen entdeckte Gabi Coray die Fahrzeuge am frühen Dienstagmorgen. (Bild: Mario Testa)

Auf dieser Wiese zwischen den Apfelbäumen entdeckte Gabi Coray die Fahrzeuge am frühen Dienstagmorgen. (Bild: Mario Testa)

Gabi Coray ist um Worte nicht verlegen. Das haben am Dienstagmorgen auch mehrere Personen erfahren, die mit ihren Fahrzeugen und Anhängern in der Obstplantage der Bäuerin die Nacht verbrachten. «Ich hab die Fahrzeuge am frühen Morgen entdeckt. Auf Französisch, Englisch und Deutsch hab ich den Leuten versucht, klar zu machen, dass sie nicht ohne zu fragen einfach auf meiner Wiese campieren können und schleunigst verschwinden sollen», sagt die umtriebige Maurerin. «Ich hab dann auch ein paar Fotos gemacht, der Fahrer eines Autos hat mit der Hand sein Gesicht verborgen, die Frau nebenan hat nur höhnisch gegrinst. Antwort haben sie mir ohnehin keine gegeben.»

Coray vermutet, dass es sich bei den ungebetenen Gästen um Ganoven gehandelt hat. «Es waren ja keine Fahrenden, die hätten Wohnwagen dabei gehabt. Aber in ihren Autos mit Anhängern hab ich unzählige Schachteln gesehen.» Immer wieder beobachte sie auch, wie Leute in ihrem Dorf auskundschafteten. «Bei mir haben sie vergangenes Jahr auch schon eingebrochen, und nun habe ich an verschiedenen Orten um mein Haus auch wieder solche Indianerzeichen gesehen. Dazu hab ich im Garten rumänische Münzen gefunden. Ich fühle mich einfach nicht mehr sicher, es muss endlich was passieren», sagt Coray.

Forderung nach Aufstockung der Polizei

Aus der Sicht der 53-Jährigen fehlt es massiv an Polizisten im Thurgau. Im Sommer sei die Situation besonders schlimm. «Ich hab am Dienstagmorgen die Polizei noch angerufen und sie gebeten, vorbeizukommen, um die Leute zu kontrollieren. Aber die waren kurz darauf schon über alle Berge und von der Polizei keine Spur.» Es könne doch nicht sein, dass sie als Privatmensch die Aufgaben der Polizei übernehmen müsse, und fehlbare Wildcamper von ihrem Grundstück verscheuchen müsse nur weil die Polizei ganz grundsätzlich völlig unterdotiert sei, und gerade im Sommer noch weniger Personal aufbieten könne.

Diese Vorwürfe weist Daniel Meili, Sprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Nachfrage der «Thurgauer Zeitung» mit Nachdruck zurück. «Unsere Patrouillen sind das ganze Jahr mit dem selben Aufgebot unterwegs. Es gibt da keinen Unterschied, ob Sommerferien sind oder nicht. Da machen wir keine Abstriche.»

Erster Vorfall dieser Art für den Gemeindepräsidenten

Nachdem Gabi Coray die ungebetenen Gäste aus ihrer Apfelplantage vertrieben hatte, hat sie sich auch mit Gemeindepräsident Max Soller in Verbindung gesetzt und ihm den Fall geschildert. «In meiner Zeit als Gemeindepräsident in Berg ist es das erste Mal, dass ich von so einem Fall höre», sagt Soller auf Nachfrage. Er rät jedoch davon ab, wie Coray selbst zu agieren. «Wenn mal so etwas passiert, ist die Polizei der richtige Ansprechpartner.»

Gabi Coray möchte mit dem Gang an die Medien und ihrer Schilderung die Leute sensibilisieren. «Es schleichen Ganoven durch die Gegend und gerade die Sommerferien sind für sie eine gute Zeit. Ich rate, wachsam zu sein und gerade älteren Menschen, immer die Türen zu schliessen und sich bei der Polizei zu melden, wenn sie Personen beim Auskundschaften sehen.»

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