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«Es wäre gut gewesen, hätte man die Sonne anhalten können»

Seit dem 1. Juni ist Thomas Schnyder Gemeindepräsident von Hefenhofen. Mit der «Thurgauer Zeitung» hat er sich auf ein Glace im Restaurant Sonne in Hefenhofen getroffen und dabei über die ersten zwei Monate im neuen Amt geplaudert.
Manuel Nagel
Thomas Schnyder ist einen «Beerentraum» in der «Sonne» Hefenhofen. Das Resraurant liegt auf dem Weg von seinem Zuhause ins Gemeindehaus. (Bild: Manuel Nagel)

Thomas Schnyder ist einen «Beerentraum» in der «Sonne» Hefenhofen. Das Resraurant liegt auf dem Weg von seinem Zuhause ins Gemeindehaus. (Bild: Manuel Nagel)

Wir sitzen hier im Restaurant Sonne, einen Steinwurf von ihrem Zuhause. Scheint aktuell auch über Ihnen die Sonne?

Thomas Schnyder: Ja, mein neues Amt macht mir riesig Spass. Ich fühle mich sowohl im Gemeinderat wie auch auf der Verwaltung sehr willkommen. Auch was die Arbeit und die Dossiers betrifft, da fühlte ich mich sehr schnell kompetent. Wobei es Dossiers gab, von denen ich keine Ahnung hatte, dass es sie gibt.

Welches war so ein Dossier?

Eines, welches ich gerade heute in die Hand genommen und gedacht habe, dass man es bald traktandieren müsste, behandelt das Thema der «Gewässerraumausscheidung».

Obwohl es um Gewässer geht, scheint es ein ziemlich trockenes Thema zu sein.

Nein, das macht mir grossen Spass. Ich liebe es, Sachen anzuschauen und durchzudenken. Vor- und Nachteile abzuwägen, die Hintergründe zu erfahren.

Wo die Sonne scheint, gibt es auch Schatten. Spüren Sie hin und wieder noch den langen Schatten ihres Vorgängers Andreas Diethelm?

Nein, ich bin gekommen und habe sehr schnell meinen Platz gefunden. Ich konnte auch schon einige Geschäfte voranbringen. Ich habe gedacht, das dauere länger. Man sagt ja immer, die Mühlen auf der Verwaltung mahlen langsam. Aber ich habe das Gefühl, in diesen zwei Monaten haben wir schon wahnsinnig viel gemacht.

Wo konkret konnten Sie sich schon stark einbringen?

Bei der Renovation der Sonnenbergstrasse waren noch gewisse Kontakte mit Einwohnern ausstehend. Es ging um Landverhandlungen. Das machte auch grossen Spass, mit diesen Leuten Kontakt zu haben und diese Vereinbarungen zu treffen.

Nehmen Sie ihre Gemeinde anders wahr, seit Sie Gemeindepräsident sind?

Ich fahre viel bewusster durch Hefenhofen durch. Ich fahre meistens mit dem Velo zur Arbeit und mache mir Gedanken, während ich vorher einfach durchgefahren bin. Das Anliegen, dass es der Gemeinde und ihren Einwohnern gut geht, das ist nun plötzlich da.

Machen Sie mit dem Velo auch mal einen Umweg durch die anderen Weiler der Gemeinde?

Das nicht, aber ich komme jetzt natürlich viel mehr in der Gemeinde herum. Erst letzte Woche besuchte ich einen Jubilar in der Tohueb unten.

Eigentlich haben Sie ja ein 60-Prozent-Pensum. Was war es effektiv in den ersten beiden Monaten?

Es war schon einiges mehr. Es fing ja bereits vor Amtsbeginn an, als ich mich ziemlich häufig mit Andreas Diethelm getroffen hatte. Und in den ersten Wochen waren die Tage immer zu kurz. Es wäre gut gewesen, hätte man die Sonne mal anhalten können. Immer hatte ich das Gefühl, hier sollte ich noch, und da müsste man noch was anschauen.

Kam da auch etwas zu kurz?

Das liegt natürlich an mir, Grenzen zu setzen. Ich könnte ewig arbeiten. Aber ich schreibe mir meine Arbeitszeiten auch auf, denn ich muss das auch gegenüber meiner Familie verantworten, dass ich nicht unaufhörlich arbeite – denn ich arbeite gerne.

Also keine Sommerferien?

Wir gehen traditionell im Herbst nach Spanien in die Ferien, aber im Sommer sind wir sowieso hier. Die Früchte im Garten sind jetzt reif, und wässern muss man ebenfalls jetzt. Unsere Kinder waren aber in einem Lager und meine Frau und ich waren noch auf einem Kurztrip in Paris.

Sie haben erwähnt, Sie nehmen die Gemeinde anders wahr, seit sie Präsident sind. Werden Sie auch anders von der Bevölkerung gesehen?

Eigentlich nicht. Ganz zu Beginn spürte ich bei gewissen Leuten eine leichte Verunsicherung, wie sie nun mit mir umgehen sollen. Aber ich bin immer noch derselbe. Beim «Schnellsten Hefenhofer» zum Beispiel bin ich nicht Gemeindepräsident, sondern der Vater meiner Kinder.

Aber am 1. August sind Sie Gemeindepräsident und halten die Festrede. Haben Sie schon damit begonnen?

Nein, ich habe die Rede noch nicht geschrieben und immer wieder vor mich her geschoben. Aber morgen muss ich dahinter.

Was war besonders schön seit Ihrer Amtsübernahme?

Gleich in der zweiten Woche hatten wir unser Gemeinderatsreisli. Das war super, um sich in lockerer Atmosphäre und mit den Partnern besser kennenzulernen. Es war sehr gemütlich und die Gemeinschaft stand im Vordergrund.

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