VSG Amriswil-Hefenhofen-Sommeri
Nach umstrittenem Flyer der bisherigen Schulbehördenmitglieder halten die Herausforderer den Ball flach: «Es sind ja Wahlen»

Die drei neuen Kandidaten für die Schulbehördewahlen nehmen den Werbeflyer der sechs Bisherigen und die Verwendung des offiziellen Logos der Volksschulgemeinde sportlich.

Manuel Nagel
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Sascha Angehrn (FDP), David Stucki (SP) und Caudio Zaffonato (parteilos) sind die drei Heruasforderer der sechs bisherigen Mitglieder der Schulbehörde der VSG Amriswil-Hefenhofen-Sommeri.

Sascha Angehrn (FDP), David Stucki (SP) und Caudio Zaffonato (parteilos) sind die drei Heruasforderer der sechs bisherigen Mitglieder der Schulbehörde der VSG Amriswil-Hefenhofen-Sommeri.

Bilder: Manuel Nagel/PD

Das Spiel «Reise nach Jerusalem» dürften wohl alle der neun Kandidierenden für einen Sitz in der Behörde der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri schon mal gespielt haben – und bestimmt blieb auch jeder und jede einmal stehen, als die Musik ausging.

Der kritisierte Wahlflyer der sechs Bisherigen mit dem Logo der VSG rechts oben.

Der kritisierte Wahlflyer der sechs Bisherigen mit dem Logo der VSG rechts oben.

Bild: Manuel Nagel

Am 7. März wird wieder eine Person stehen bleiben, denn in der Schulbehörde können nur acht Mitglieder Einsitz nehmen. Dabei könnte es auch eines der sechs bisherigen Mitglieder treffen, obwohl es keine bekannten Gründe gibt, jemanden abzuwählen. Doch das Trio der Herausforderer ist nicht zu unterschätzen. Zwei haben je eine Partei im Rücken, die nicht in der Schulbehörde vertreten ist, und einer ist ein Ex-Stadtrat.

Angesichts dieser starken Konkurrenz demonstrieren die Bisherigen mit einem gemeinsamen Flyer Einigkeit. Einziger Schönheitsfehler: Das Sextett hat das offizielle VSG-Logo benutzt, was Anlass zu Kritik gab (siehe TZ vom 17. Februar). Fühlen sich die drei Herausforderer dadurch nun im Nachteil?

Claudio Zaffonato

Claudio Zaffonato

Bild: PD

«Nein», sagt etwa der ehemalige Stadtrat Zaffonato, der dadurch schon wahlkampferprobt ist. Und er sagt:

«Es sind ja Wahlen.»

Dennoch könnte die Verwendung des VSG-Logos einen gewissen Einfluss auf die Wähler haben, weil so suggeriert würde, dass die Schule an den Bisherigen festhalte. Durch sein einstiges Mandat kennt man seinen Namen bereits, doch die Bekanntheit könne sowohl positive wie negative Auswirkungen haben, ist sich Zaffonato bewusst.

Ebenso sportlich nehmen den Flyer die beiden anderen Neukandidaten. Sowohl Sascha Angehrn und David Stucki sind froh, können sie auf die intensive Unterstützung ihrer Partei zählen. Sie sehen ebenfalls keinen gravierenden Nachteil wegen der Verwendung des Logos.

Sascha Angehrn

Sascha Angehrn

Bild: Manuel Nagel

FDP-Kandidat Sascha Angehrn weiss:

«Die bisherigen Schulbehördenmitglieder finden die Verwendung des offiziellen VSG-Logos inzwischen auch nicht glücklich.»

Doch er schätzt die Wahlchancen der Neuen als intakt ein. Das sieht auch Stucki so, denn er habe viele positive Feedbacks von Leuten erhalten und schätze auch die Begegnungen auf der Strasse sehr «auch wenn diese aktuell schwierig, aber nicht unmöglich sind».

David Stucki

David Stucki

Bild: PD

Bezüglich Flyer sagt SP-Mann David Stucki:

«Wenn er von den Bisherigen finanziert wurde, so ist das okay.»

Hätte dies die Schule bezahlt, fände er das nicht in Ordnung.